Die Beteiligungsformen auf Companisto

Einsteiger

Alle Beteiligungsformen im Überblick

Von André Jasch
7 Minuten Lesezeit

Investitionen in Startups und Wachstumsunternehmen können ein lukratives Investment sein. Auf Companisto erhalten Investoren die Möglichkeit, aus drei verschiedenen Beteiligungsformen zu wählen. Je nach Beteiligungsform profitieren Investoren dabei entweder von einer Festverzinsung oder von einer Gewinn- und Exit-Beteiligung. Welche Beteiligungsformen gibt es und wie unterscheiden sie sich?

 

Bei Partiarischen Darlehen handelt sich um Darlehen mit einer Gewinn- und Exit-Beteiligung. Das bedeutet, der Investor erzielt seine Rendite, wenn das Startup Gewinne erwirtschaftet oder ein Verkauf des Startups (auch Exit genannt) erfolgt. Die Höhe der Rendite hängt von der Beteiligungsquote und der Höhe der Investition ab. Die Mindestinvestitionssumme auf Companisto bei partiarischen Darlehen liegt bei 250 Euro.

Partiarische Darlehen sind das gebräuchlichste Mittel bei der Schwarmfinanzierung von Startups. Mit diesem Beteiligungsmodell können Finanzierungsrunden zwischen 300.000 und 2.500.000 Euro durchgeführt werden. Diese Form des Crowdinvestings wird durch das Vermögensanlagengesetz (VermAnlG) reguliert. Dadurch haben Investoren Anspruch auf ein Vermögensanlagen-Informationsblatt (VIB), in dem alle wichtigen Details des Investments und die damit verbundenen Risiken aufgeführt sind. Die maximale Investitionshöhe ist durch das Gesetz auf 10.000 Euro pro Investor begrenzt.

Die Mindestlaufzeit der Darlehen beträgt zwischen sieben und acht Jahren. Partiarische Darlehen sind mit einer Lifetime-Beteiligung versehen. In den Beteiligungsverträgen ist nicht länger vorgesehen, dass die Kapitalbeteiligungen der Companisten durch eine Kündigung des Startups nach Ablauf der Mindestlaufzeit enden. Die Investoren können dadurch ein Leben lang an den Gewinnen der Startups und an einem möglichen Unternehmensverkauf beteiligt werden, wenn sie dies wünschen. Sie haben aber auch nach wie vor die Möglichkeit, ihr Engagement nach Ablauf der Mindestlaufzeit zu beenden.

Im Fall partiarischer Darlehen wird der Investor nicht Miteigentümer des Startups, sondern das Startup beteiligt den Investor an Gewinnen und Exit-Erlösen so, als wäre er Miteigentümer. Bei möglichen Abstimmungen der Investoren zu Übernahme- oder Ablöseangeboten findet ein Stimmrechtspooling statt. Companisto hat diese Beteiligungsform stetig weiterentwickelt und soweit dem Eigenkapital angenähert, wie es der gesetzliche Rahmen zulässt.

 

Bei Venture Loans handelt es sich um eine besondere Form partiarischer Darlehen. Venture Loans sind nicht mit einer Gewinn- und Exit-Beteiligung verbunden, sondern mit einer Festverzinsung in Höhe von bis zu acht Prozent. Die Zinsen werden halbjährlich an den Investor ausgezahlt. Die Mindestinvestitionssumme liegt bei 250 Euro. Venture Loans haben mit drei bis vier Jahren eine kürzere Laufzeit als partiarische Darlehen mit Gewinn- und Exit-Beteiligung. Nach Ablauf der Laufzeit zahlt das Unternehmen den Darlehensbetrag an den Investor zurück.

Der Venture Loan wird für Wachstumsunternehmen verwendet, die bereits nennenswerte Umsätze erzielen. Mit diesem Beteiligungsmodell können Finanzierungsrunden zwischen 300.000 und 2.500.000 Euro absolviert werden. Diese Form des Crowdinvesting wird durch das Vermögensanlagengesetz (VermAnlG) reguliert. Dadurch haben Investoren Anspruch auf ein Vermögensanlagen-Informationsblatt (VIB), in dem alle wichtigen Details des Investments und die damit verbundenen Risiken aufgeführt sind. Die maximale Investitionshöhe ist auf 10.000 Euro pro Investor begrenzt.

Bei Venture Loans handelt es sich ebenfalls um partiarische Darlehen mit qualifiziertem Rangrücktritt. Im Falle einer Insolvenz des Unternehmens treten die Ansprüche der Darlehensgeber hinter vorrangige Gläubiger (Mitarbeiter, Lieferanten, Banken, etc.) zurück. Die Investoren werden keine Miteigentümer des Unternehmens. Bei möglichen Abstimmungen der Investoren zu Übernahme- oder Ablöseangeboten findet ein Stimmrechtspooling statt.

 

Wenn es um Investitionen in Startups geht, dann gibt es für professionelle Investoren ein bevorzugtes Mittel der Wahl: Eigenkapital-Beteiligungen. Business Angels und Venture-Capital-Geber investieren über dieses Beteiligungsmodell, denn es hat Vorteile für Investoren und Startups. Es eignet sich optimal für eine Wachstumsfinanzierung für Unternehmen mit einem Kapitalbedarf von 3.000.000 Euro und mehr.

Auf Companisto werden zwei Formen der Eigenkapital-Beteiligung angeboten: Beteiligungen an Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHs) und Beteiligungen an Aktiengesellschaften (AGs). Bei beiden Beteiligungsmodellen investieren Anleger direkt ins Eigenkapital des Unternehmens und erhalten damit alle Eigentümerrechte. Dazu gehören besonders Stimmrechte bei Gesellschafterbeschlüssen bzw. auf der Hauptversammlung der Aktiengesellschaft.

Bei beiden Beteiligungsmodellen können Investoren unter Umständen den INVEST-Zuschuss in Höhe von 20 Prozent geltend machen. Der INVEST-Zuschuss ist ein staatliches Förderprogramm für Wagniskapital-Investitionen und wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) vergeben. Investoren, die mindestens 10.000 Euro in das Eigenkapital eines Unternehmens investieren, erhalten vom Staat 20 Prozent des Beteiligungsbetrages als Erwerbszuschuss zurückerstattet, sofern das Unternehmen INVEST-förderfähig ist.

 

Die beiden Beteiligungsmodelle variieren jedoch in einigen Punkten. GmbH-Beteiligungen unterliegen dem Vermögensanlagen-Gesetz (VermAnlG). Der Investor erhält dabei nicht nur ein Vermögensanlagen-Informationsblatt (VIB), sondern auch einen ausführlicheren Vermögensanlagen-Prospekt mit allen wichtigen Details und Risiken des Investments. Dadurch sind Finanzierungsrunden für Wachstumsunternehmen in unbegrenzter Höhe möglich. Auch für Investoren entfällt die maximale Investitionshöhe.

Bei GmbH-Beteiligungen unterscheidet man bei Companisto nach zwei Share-Klassen: A-Shares (Angel-Beteiligungen) und B-Shares (Companisten-Beteiligungen). Sowohl A-Shares als auch B-Shares sind mit einer Gewinn- und Exit-Beteiligung ausgestattet, sodass Investoren eine Rendite erzielen, wenn das Unternehmen Gewinne erwirtschaftet oder ein Verkauf des Unternehmens (auch Exit genannt) erfolgt. Mit beiden Beteiligungen wird der Investor zum Miteigentümer des Unternehmens und erhält alle damit verbundenen Eigentümerrechte.

Bei A-Shares liegt die Mindestinvestitionssumme bei 10.000 Euro. Ein A-Share-Investor wird namentlich als Gesellschafter des Unternehmens ins Handelsregister eingetragen. Bei Gesellschafterabstimmungen findet ein Stimmrechtspooling der A-Share-Investoren statt. Investitionen in Eigenkapital-Beteiligungen ab 10.000 Euro in Unternehmen, die den Richtlinien des INVEST-Förderprogramms entsprechen, werden vom Staat mit 20 Prozent bezuschusst.

Bei B-Shares liegt die Mindestinvestitionssumme beim Preis für einen GmbH-Anteil. Der Preis eines GmbH-Anteils hängt wiederum vom Stammkapital des Unternehmens und der Unternehmensbewertung ab und kann von Fall zu Fall variieren. Ein B-Share-Investor wird nicht namentlich als Gesellschafter des Unternehmens ins Handelsregister eingetragen. Stattdessen tritt ein Treuhänder als Gesellschafter für alle B-Share-Investoren auf. Bei Gesellschafterabstimmungen findet ein Treuhandpooling der B-Share-Investoren statt. Der Treuhänder übt die Stimmrechte der B-Share-Investoren aus. B-Shares werden nicht durch das INVEST-Förderprogramm bezuschusst und können auch nicht in A-Shares gewandelt werden.

 

AG-Beteiligungen unterliegen anders als GmbH-Beteiligungen dem Wertpapierhandelsgesetz (WpHG), da es sich bei den emittierten Aktien um Wertpapiere handelt. Investoren erhalten ein Wertpapier-Informationsblatt (WIB) mit allen erforderlichen Details der Investitionsmöglichkeit. Ein Wertpapierprospekt ist bei den AG-Beteiligungen nicht vorgesehen, da Aktiengesellschaften dem Gesetz nach bis zu 8 Millionen Euro pro Jahr prospektfrei einwerben dürfen.

Investoren, die sich auf Companisto an einer AG beteiligen, werden zu Aktionären mit vollem Stimmrecht. Die Aktienregister der Unternehmen werden dabei an Clearstream angebunden. Durch die Clearstream-Anbindung erhalten die Aktien eine ISIN (International Security Identification Number) und werden depotfähig sein, das heißt sie können in jedem Aktien-Depot bei einer Bank oder einem Online-Broker verwahrt werden.

Die Mindestinvestitionssumme bei AG-Beteiligungen liegt beim Preis einer Aktie. Der Preis einer Aktie hängt wiederum vom Stammkapital des Unternehmens, der Unternehmensbewertung und der Anzahl emittierter Aktien ab und kann somit von Fall zu Fall variieren. Die maximale Investitionshöhe liegt bei AG-Beteiligungen bei 10.000 Euro pro Privatperson. Es findet ein Stimmrechtspooling aller Investoren statt, die Aktien eines Unternehmens über Companisto zeichnen.

 

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