Die zehn beliebtesten Länder zum Investieren

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Welche Länder sind attraktiv für Investoren?

Von Jana Biesterfeldt
8 Minuten Lesezeit

Das amerikanische Nachrichtenmagazin U.S. News and World Report identifizierte mithilfe einer Studie der World Bank Group die besten Länder, in die man 2018 investieren sollte.

Faktoren, die beachtet wurden, sind unter anderem Unternehmertum, wirtschaftliche Stabilität, Innovation, Steuervorteile, Dynamik, Korruption, Fachkräfte und technologische Expertise.

Deutschland ist im gesamten Ranking der 25 Länder nicht vertreten. Zurzeit investieren jedoch viele ausländische Investoren in deutsche Unternehmen und Deutschland gehört zu den am häufigsten genannten Top-Standorten ausländischer Investoren.

 

Hier sind die zehn attraktivsten Länder für Investoren weltweit.

 

Bruttoinlandsprodukt (BIP): 66,3 Milliarden Dollar

46.067 Dollar BIP pro Kopf  

Einwohnerzahl: 4,4 Millionen

Oman liegt auf der arabischen Halbinsel und hat die Staatsform der absoluten Monarchie. Er ist im Nahen Osten bekannt für seine politische Stabilität.

Das Land erzielt die meisten Einnahmen durch Ölexporte. Mit 84 Prozent ist der Oman sehr abhängig von dieser Industrie. Das Land ist nicht in der OPEC (Organisation erdölexportierender Länder).

Sinkende Ölpreise fordern ein Umdenken. Das Sultanat möchte sich stärker hin zu Tourismus und Gas-basierten Industriezweigen bewegen und so ihre Wirtschaft diversifizieren. Ihre natürlichen Gasreserven liegen bei 11.73 Billion Kubikfuß. Der omanische Energiesektor ist für ausländische Investoren sehr offen.

Die Omaner selbst haben durchschnittlich ein hohes Einkommen, das Land wandelte sich in den letzten Jahrzehnten zu einem wohlhabenden Staat. Die ausgebaute Infrastruktur macht Großprojekte möglich. Gleichzeitig werden Anreize und Förderprogramme für ausländische Unternehmer und Investoren geschaffen, unter anderem Unternehmens- und Einkommenssteuerfreiheit.

 

BIP: 2,3 Billionen Dollar

6.694 Dollar BIP pro Kopf  

Einwohnerzahl: 1,3 Milliarden

Indien gilt als die bevölkerungsreichste Demokratie der Welt. Seine Volkswirtschaft ist für ihr schnelles Wachstum bekannt. Besonders der Dienstleistungssektor ist ein entscheidender Faktor.

Seine gebildeten Arbeitskräfte sind weltbekannt. Durch ihre englischen Sprachkenntnisse haben sich die indischen Arbeiter im Outsourcing bei Dienstleistung einen Namen gemacht. IT und Software-Arbeiter sind zahlreich in dem südostasiatischen Land vorhanden und gut ausgebildet. Die Agrarwirtschaft ist ein weiterer Wirtschaftszweig, der viele Arbeiter unterhält.

Durch sein starkes Bevölkerungswachstum ist Indien eines der ärmsten Länder der Welt mit einem schwachen Einkommen für den durchschnittlichen Arbeiter. Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert für Indien ein weiterhin starkes Wachstum von mehr als sieben Prozent.

 

BIP: 406,8 Milliarden Dollar

16.885 Dollar BIP pro Kopf  

Einwohnerzahl: 68,9 Millionen

Eine starke Volkswirtschaft kann auch Thailand aufweisen. Obwohl der thailändische Tourismus international angesehen und beliebt ist, ist die Branche im Bruttoinlandsprodukt nur sieben Prozent groß. Die große Fertigungs- sowie Agrarindustrie sorgen für eine geringe Arbeitslosen- und Armutsrate.

Der starke Export von Reis, Textilien und Elektronik macht Thailand zum größten Exporteur in diesen Bereichen weltweit.

Die Weltbank sieht für die konstitutionelle Monarchie für dieses Jahr einen Anstieg des BIP um 4,1 Prozent.

 

BIP: 1,2 Milliarden Dollar

36.347 Dollar BIP pro Kopf

Einwohnerzahl: 46,4 Millionen

Das EU-Land ist besonders in Deutschland für seinen ausgeprägten Tourismus bekannt. Durch hohe Nachfrage sind die diversen Exporte von Textilien, Maschinen, Oliven und Wein gewinnbringend.

Seit 2009 war Spanien in einer Rezession und wurde schwer von der Finanzkrise gebeutelt. Aber durch EU-Hilfen hat sich das mediterrane Land wieder erholt. Die aktuelle Konjunktur konnte die Arbeitslosigkeit mit 3,16 Millionen auf das niedrigste Niveau seit Juni 2008 ziehen.

Für das Jahr 2019 erwartet die EU-Kommission ein Wachstum des spanischen BIPs von 2,4 Prozent.

 

BIP: 1,2 Milliarden Dollar

48.712 Dollar BIP pro Kopf  

Einwohnerzahl: 24,1 Millionen

Australien ist ein vermögendes Land und gehört zu den wohlhabendsten Staaten der Welt. Es kann ein hohes Bruttoinlandsprodukt und hohes Pro-Kopf-Einkommen vorweisen.

Die Motoren der Wirtschaft sind der Dienstleistungssektor und der Export von Rohstoffen wie Kohle, Eisenerz, Gold sowie Erdöl/-Produkte und Erdgas. Der Gesundheits- und der Tourismussektor entwickeln sich weiterhin positiv.

Das australische Wirtschaftswachstum steigt weiter an. Die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) sieht für Australien im Jahr 2018 ein Wachstum von 3 Prozent.

 

BIP: 297,0 Milliarden Dollar

87.832 Dollar BIP pro Kopf  

Einwohnerzahl: 5,6 Millionen

Der Stadt- und Inselstaat ist eines der stärksten Wirtschaftsländer in Südostasien.

Singapur mit seinen urbanen Zentren ist auch ein wichtiger Standort für die High-Tech- und Finanz- Industrie. Die größten wirtschaftlichen Gewinne erzielt das Land jedoch mit der Elektro- und Pharmabranche. Auch in diesem asiatischen Land ist der Tourismus eine wesentliche Größe.

Durch seine niedrige Arbeitslosenrate und sein hohes Pro-Kopf-Einkommen gehört Singapur zu den reichsten Ländern der Welt. 2017 erreichte das asiatische Land einen Haushaltsüberschuss in Milliardenhöhe. Die Bevölkerung der ehemaligen britischen Handelskolonie soll bis 2030 noch stark zunehmen.

Im ersten Quartal 2018 startete Singapur mit einem Wachstum des BIPs von 4,4 Prozent.

 

BIP: 296,4 Milliarden Dollar

27.292 Dollar BIP pro Kopf  

Einwohnerzahl: 31,2 Millionen

 

Malaysia ist ein Land mit einer schnellwachsenden Wirtschaft.

Das Land im südchinesischen Meer ist bekannt für hochqualifizierte Arbeitskräfte und eine Regierung, die gegenüber Unternehmen sehr entgegenkommend ist. Investoren werden im exportabhängigen Malaysia spezielle Anreizen geboten. Dieses Vorgehen wird von der Regierung unterstützt.

Die ehemalige britische Kolonie besteht aus einer diversen, offenen Mittelklassewirtschaft. Außerdem hat das Land mit seit ein paar Jahren mit weniger Armut zu kämpfen.

Primäre Einnahmequelle sind Erlöse aus dem Export von Öl und Erdgas sowie dem Export von Elektronikteilen und Palmöl. Malaysia kann seit 2010 eine Wachstumsrate über fünf Prozent pro Jahr vorweisen. Zuvor war die konstitutionelle Monarchie von der Finanzkrise 2009 betroffen.

Malaysias Exporte waren 2017 auf ein Rekordhoch auf 18,9 Prozent gestiegen. In diesem Jahr wird für Malaysia eine Wachstumsrate von über 5,5 Prozent erwartet.

 

BIP: 469,5 Milliarden Dollar

27.690 Dollar BIP pro Kopf  

Einwohnerzahl: 37,9 Millionen

Polen ist auf Platz drei, sowie das zweite EU-Land im gesamten Ranking. Das mitteleuropäische Land hat ein stetiges Wirtschaftswachstum. Zudem blieb es bei der Finanz- und Wirtschaftskrise 2009 von einer Rezession verschont.

Als große Stärke Polens werden die Fördermittel der EU gesehen. Es profitiert mehr als jedes andere Land von der Europäischen Union.

Dominiert wird die polnische Wirtschaft von den Sektoren Agrar- und Bergbau, der Energiebranche und der Lebensmittelindustrie. Perspektivisch möchte sich Polen zukünftig der Luft- und Raumfahrttechnik sowie der Elektro- und Solarenergieindustrie widmen.

Durch ein Unterstützungsprogramm bis 2020 erhalten Investoren Zuschüsse für Investitionen in diesen Industriezweigen: Automobil, Luftfahrt, Elektronik, Biotechnologie, Lebensmittelverarbeitung, Forschung und Entwicklung sowie im Sektor für moderne Dienstleistungen.

Ein Anstieg des BIPs von bis zu 4,8 Prozent wird für 2018 für das mitteleuropäische Land erwartet.

 

Platz 2: Indonesien

BIP: 932,3 Milliarden Dollar

11.717 Dollar BIP pro Kopf

Einwohnerzahl: 261,1 Millionen

Platz zwei ist Indonesien. Der weltweit größte Inselstaat ist gleichzeitig die größte Volkswirtschaft in Südostasien. Er ist Teil der G20. Mit über 240 Millionen Bewohnern und seinem hohen Wirtschaftswachstum von über sechs Prozent pro Jahr ist Indonesien sehr attraktiv für Investoren.

Indonesien hat einen großen Herstellungssektor. Seine Hauptexporte sind Erdöl, Erdgas, Kautschuk, Kupfer, Kakao und Palmöl.

Seit 2010 werden Staatsunternehmen privatisiert und die Investitionsbedingungen für ausländische Unternehmen verbessert.

Die Wirtschaftsentwicklung von etwa fünf bis sechs Prozent macht Indonesien sehr attraktiv. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht davon aus, dass die indonesische Wirtschaft auch in den kommenden Jahren bei einem Wirtschaftswachstum von fünf Prozent bleiben wird.

 

BIP: 304,9 Milliarden Dollar

7.739 Dollar BIP pro Kopf

Einwohnerzahl: 103,3 Millionen

Auf Platz eins sind die Philippinen. Beim Inselstaat sieht die World Bank Group das meiste Potential für Investoren. In Asien gehört das Land zu den am schnellsten wachsenden Nationen.

Viel Geld stammt von den im Ausland lebenden Filipinos, welche die Wirtschaft mitversorgen. Die florierende Tourismusindustrie sorgte auch für einen Überschuss. Sein starker Dienstleistungssektor und steigende Konsumausgaben stützen zusätzlich die Wirtschaft.

Mehr als die Hälfte der Exporte sind aus den Branchen der Elektronik und Elektrotechnik. Wichtige Sektoren sind der Bausektor, die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie sowie Infrastruktur.

Wenige Investments kommen aus dem Ausland, aber durch die letzten Naturkatastrophen kam viel humanitäre Hilfe aus dem Ausland in die Philippinen.

Ausländische Investoren unterliegen auf dem Inselstaat starken Einschränkungen. Sie dürfen kein Eigentum an Grund und Boden besitzen, oft ist nur ein Minderheitsanteil von bis zu 40 Prozent möglich. Aber es sollen Maßnahmen getroffen werden, die mehr ausländische Investitionen anziehen sollen.  

Laut Germany Trade and Invest (GTAI) sollen die Philippinen auch 2018 „eine der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften in Asien bleiben“.

 

Haben Sie schon einmal in eines dieser Länder investiert? Berichten Sie uns davon!


 


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