Crowdinvesting als sinnvolle Ergänzung des Anlageportfolios

Fortgeschrittene

Warum Anleger Crowdinvesting in Betracht ziehen sollten

Von Cristin Liekfeldt
6 Minuten Lesezeit

Für jeden Investor – egal ob Laie oder Profi – gilt die alte Börsenweisheit, sein Portfolio zu diversifizieren und so das Risiko möglichst breit zu streuen. Nur ein ausreichend diversifiziertes Portfolio minimiert das Risiko für den Investor und schützt ihn vor dem Totalverlust seines eingesetzten Kapitals. Das bedeutet aber auch, dass neben klassischen Geldanlageformen wie Staatsanleihen, Lebensversicherungen oder Sparbüchern auch risikoreichere Anlageformen wie Aktien oder Unternehmensanleihen Einzug in ein ausbalanciertes Portfolio erhalten sollten.

Die klassischen Vermögensanlagen verfügen zwar über ein geringes Risiko, sind jedoch auch in ihren Chancen auf Rendite begrenzt. Die Niedrigzinsphase belastet ihre Renditeaussichten zusätzlich. Nicht nur Deutschland, sondern die gesamte Europäische Union befindet sich in einem anhaltenden Zinstief. Der Leitzins der Europäischen Zentralbank liegt mit 0,05 Prozent pro Jahr auf einem historischen Tiefstand und eine Trendwende ist in Rendite naher Zukunft nicht zu erwarten. Dies bedeutet für Anleger, dass die klassischen Vermögensanlagen kaum noch Renditen abwerfen. So sind selbst konservative Investoren zunehmend gezwungen, sich nach neuen Renditechancen umzusehen, wenn sie in Zukunft weiter Vermögen aufbauen wollen.

 

Eine Vermögensanlage mit hohem Renditepotenzial stellt das sogenannte Crowdinvesting dar (Zu Deutsch: Schwarmfinanzierung). Bei dieser Form des privaten Wagniskapitals investieren viele Privatanleger (auch Crowdinvestoren genannt) über ein Nachrangdarlehen in ein Startup oder Wachstumsunternehmen. In der Vergangenheit war Privatanlegern dieser Weg größtenteils versperrt. Sie konnten sich lediglich an professionellen Fonds beteiligen, die dann ihrerseits in Startups investierten. Doch durch das Internet können sie sich nun direkt an jungen Unternehmen beteiligen. Online-Plattformen wie Companisto ermöglichen den einfachen und schnellen Einstieg in die Startup-Szene.

Die Crowdinvestoren finanzieren die Unternehmen über ein Nachrangdarlehen und erhalten dafür entweder einen jährlichen Festzins von 8 Prozent (bei Wachstumsunternehmen) oder eine Gewinn- und Exit-Beteligung (bei Startups). Bei der zweiten Variante erhalten sie zwar keinen Festverzins, werden dafür aber am künftigen Gewinn und bei einem möglichen Verkauf des Unternehmens (auch Exit genannt) beteiligt. Dies kann sich vor allem bei einem erfolgreichen Exit durch hohe Renditen bezahlt machen. Beide Formen (Festzins und Gewinn-/Exit-Beteiligung) bergen allerdings neben den Renditechancen auch das Risiko, das eingesetzte Kapital komplett zu verlieren, sollte das Unternehmen keinen Erfolg verzeichnen.

Seit 2015 verfügt der Bereich Crowdfunding, zu dem neben Crowdinvesting auch Crowdlending zählt, über einen gesetzlichen Rahmen. Die Bundesregierung hat in diesem Jahr das sogenannte Kleinanlegerschutzgesetz auf den Weg gebracht, dass für eine bessere Aufklärung und einen umfassenden Investorenschutz sorgen soll. Companisto hat dieses Gesetz als einer der führenden Plattformbetreiber im Bereich Crowdinvesting maßgeblich mitgestaltet. Seitdem untersteht Crowdinvesting der Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Finanzierungsrunden über 1,5 Millionen Euro unterliegen nun einer Prospektpflicht gegenüber der BaFin.   

 

Crowdinvesting hat in Deutschland erst seit 2011 eine bedeutende Rolle am Finanzmarkt eingenommen. Anfänglich betrug das Volumen des Marktes nur einige Hunderttausend Euro pro Jahr. Aktuell umfasst der Markt für Crowdinvesting mehr als 144 Millionen Euro und wächst weiter rasant. Seit 2011 wurden insgesamt 408 Finanzierungsrunden durchgeführt, wie aus der Datenbank von Crowdinvest.de hervorgeht. Das gesammelte Kapital floss vorwiegend in Startups, aber auch in Immobilien, Energieprojekte oder Filmproduktionen. Seit 2011 wurden 214 Startups mit Hilfe von Crowdinvesting finanziert.

Laut Crowdinvest.de fielen bisher nur etwa 14 Prozent der Investitionen aus, was deutlich unter den Erfahrungswerten von professionellen Startup-Investoren liegt. Dagegen sind 83 Prozent der Unternehmen nach wie vor aktiv. Das hängt allerdings auch mit der relativ jungen Geschichte des Bereichs in Deutschland zusammen. Bei Investitionen in Startups setzen Anleger vor allem auf den langfristigen Erfolg. Denn es kann Monate bis Jahre dauern, bis ein Unternehmen die Kinderschuhe verlassen und sich am Markt etabliert hat. In der Regel erreichen erfolgreiche Startups nach vier Jahren die Gewinnzone. Dann allerdings schlägt sich die Geduld mitunter in hohen Renditen nieder.

Auf Companisto – Deutschlands führender Crowdinvesting-Plattform – ist der Wert der Unternehmensbeteiligungen durchschnittlich um 15 Prozent gestiegen. Investoren, die bereits 2012 in den Markt eingestiegen sind, haben eine Wertsteigerung von mehr als 87 Prozent erfahren. Der durchschnittliche Wertzuwachs der Vermögensanlagen pro Jahr liegt bei etwa 8,5 Prozent. Dabei handelt es sich jedoch nicht um ausgezahlte Renditen, sondern lediglich um den Wert des Unternehmens und die damit verbundene Aussicht auf zukünftige Renditen. Die über Companisto finanzierten Unternehmen erwirtschaften gemeinsam einen Jahresumsatz von knapp 10 Millionen Euro. Von den 66 Startups, die über Companisto finanziert wurden, sind bisher 7 Firmen gescheitert. Das entspricht einem Ausfallrisiko von rund 10 Prozent, womit Companisto noch unter dem bundesdeutschen Durchschnitt von 14 Prozent liegt.

 

Crowdinvesting ist in jedem Fall eine sinnvolle Ergänzung für das Portfolio eines jeden Anlegers. Da es sich um ein langfristiges und nachhaltiges Investment handelt, eignet es sich ideal zur Ergänzung von eher kurzfristigen Investments wie Aktien oder langfristigen, aber renditeschwachen Vermögensanlagen wie Edelmetallen oder Staatsanleihen. Ein entscheidender Vorteil des Crowdinvesting ist, dass Investitionen schon ab einem geringen Wert möglich sind. Auf Companisto liegt die Mindestinvestitionssumme bei 5 Euro. Zudem stellen die Plattformbetreiber ausführliche Informationen über das Geschäftsmodell der Startups zur Verfügung. Sie haben in der Regel schon eine Vorab-Überprüfung des Unternehmens durchgeführt und das Risiko für die Anleger dadurch etwas gesenkt.

Jeder Investor kann sich anschließend selbst ein Bild des Unternehmens und der Geschäftsidee machen, bevor er sich für eine Investition entscheidet. Später kann er über die Crowdinvesting-Plattform das Wachstum des Startups mitverfolgen. Und schließlich handelt es sich beim Crowdinvesting auch um gesellschaftlich sinnvolle Investitionen. Privatanleger finanzieren junge Unternehmen in Deutschland in einer Frühphase mit Wagniskapital. Sie helfen damit nicht nur Arbeitsplätze zu schaffen, sondern auch die Wirtschaft nachhaltig zu stärken. Denn die Startups von Heute sind der Mittelstand von Morgen.

 

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Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.

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Quelle: Eigene Recherchen. Hierbei wurde u.a. auf Daten des Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) zurückgegriffen.
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