Eigenkapital-Beteiligungen mit B-Shares

Investieren bei Companisto

B-Shares auf Companisto

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Auf Companisto werden zwei Formen der Eigenkapital-Beteiligung zur Investition in Startups und Wachstumsunternehmen angeboten, die A- und die B-Shares.

In diesem Artikel informieren wir zunächst allgemein über Eigenkapital-Beteiligungen auf Companisto und gehen dann besonders auf die Beteiligungsform der B-Shares ein. 

Institutionelle Investoren, Venture-Capital-Gesellschaften und Business Angels investieren bevorzugt über eine Eigenkapital-Beteiligung. Denn diese Beteiligungsform bringt Vorteile mit sich. Der Investor wird durch diese Beteiligung mit Eigenkapital zum Miteigentümer des Unternehmens, mit allen damit verbundenen Rechten. Dazu zählen unter anderem weitreichende Mitsprache- und Kontrollrechte.

Zudem hat er ein Informationsrecht und erhält in geregelten Abständen Geschäftsberichte zum Stand des Unternehmens. Schließlich stehen ihm auch Gewinnbezugsrechte zu, wenn das Unternehmen in der Folge Gewinne ausschüttet oder verkauft, also ein Exit erfolgt, wird.

Mit den Eigenkapital-Beteiligungen bietet Companisto Unternehmen ein neues Modell für eine maßgeschneiderte Frühphasen- und Wachstumsfinanzierung. Das Beteiligungsmodell besteht aus zwei Phasen: einer geschlossenen Angel-Club-Finanzierungsrunde und einer offenen Finanzierungsrunde. Investoren können sich in beiden Phasen an den Unternehmen beteiligen.

Wir unterscheiden auf Companisto nach Investitionen in eine AG oder in eine GmbH. Beide Gesellschaftsformen werden auf Companisto angeboten. Eigenkapital-Beteiligungen unterliegen im Gegensatz zu partiarischen Darlehen nicht dem Vermögensanlagen-Gesetz, sondern dem Wertpapierhandelsgesetz (WpHG). Dementsprechend erhalten Investoren im Vorfeld alle wichtigen Details und Risiken der Investition in einem Basisinformationsblatt (BIB).

Mit dem Eigenkapital-Modell können auf Companisto Finanzierungsrunden bis zu 8 Millionen Euro pro Unternehmen pro Jahr durchgeführt werden. Bei den sogenannten A-Shares (Angel-Beteiligung) auf Companisto ist es möglich, mit einem Mindestinvestment ab 10.000 Euro oder mehr in ein Startup oder Wachstumsunternehmen zu investieren. Voraussetzung für die Zeichnung von A-Shares ist eine Mitgliedschaft im Companisto Angel Club. Beim Angel Club handelt es sich um einen geschlossenen Bereich für finanzstarke Investoren, der mit einer erfolgreichen Bewerbung zugänglich ist. Die Investments der Angel-Club-Investoren betragen regelmäßig zwischen 25.000 bis 300.000 Euro pro Investor. Bei INVEST-förderfähigen Unternehmen kann der INVEST-Zuschuss in Anspruch genommen werden. Dabei erhält der Investor einen Erwerbszuschuss in Höhe von 20 Prozent der Investitionssumme.

Für Angel-Club-Investoren findet im exklusiven Angel Club zunächst eine geschlossene Finanzierungsrunde statt. Diese investieren unmittelbar ins Eigenkapital des Unternehmens. Angel-Club-Investoren können den Betrag ihres Investments frei wählen, d.h. das individuelle Investment ist in der Höhe nicht begrenzt.

A-Share-Investoren werden namentlich als Gesellschafter des Unternehmens ins Handelsregister eingetragen. Bei Gesellschafterabstimmungen findet ein Stimmrechtspooling der A-Share-Investoren statt.

Um für Investoren auch außerhalb der geschlossenen Angel-Club-Finanzierungsrunden eine Investition in das Eigenkapital von Unternehmen zu ermöglichen, wurden die B-Shares geschaffen.

Die B-Shares sind Eigenkapital-Beteiligungen in Form eines Wertpapiers. B-Shares können in einer Höhe von 1.000 bis 25.000 Euro pro Person gezeichnet werden.

Die B-Shares sind, wie auch die A-Shares, mit einer Gewinn- und Exit-Beteiligung ausgestattet, sodass Investoren eine Rendite erzielen, wenn das Unternehmen Gewinne erwirtschaftet oder ein Exit erfolgt.

A-Shares und B-Shares vermitteln dieselbe Beteiligungsquote und haben dieselben Stimmrechte in Gesellschafterversammlungen. Während die GmbH-Anteile von den A-Share-Investoren selbst gehalten werden, werden die GmbH-Anteile der B-Share-Investoren von einem SPV gehalten.

Die Zeichnung von A-Shares erfordert die (einmalige) Erteilung einer notariell beurkundeten Vollmacht, während B-Shares online (ohne Vollmachterteilung) gezeichnet werden können. Nur A-Share-Investments können mit dem INVEST-Zuschuss gefördert werden.

Die Investition mit B-Shares erfolgt in einem anderen Prozess als mit A-Shares.

B-Shares sind Eigenkapital-Beteiligungen in Form eines Wertpapiers. B-Share-Investoren investieren ins Eigenkapital des Unternehmens über eine eigens dafür gegründete Zweckgesellschaft (SPV).

B-Share-Investoren besitzen eine stärkere Rechtsposition als Darlehensgeber, die unter anderem aus dem GmbH-Gesetz (GmbHG) bzw. dem Aktien-Gesetz (AktG) hervorgeht. 

Die GmbH-Anteile der B-Share-Investoren werden nicht von den B-Share-Investoren selbst gehalten, sondern gebündelt von einer für die Finanzierungsrunde eigens geschaffenen Zweckgesellschaft („Special Purpose Vehicle“ oder „SPV“).

Das SPV ist eine Gesellschaft, die nur für eine festgelegte Absicht gegründet wird. Sie dient der Kapitalbeschaffung und Erhöhung des Eigenkapitals eines Unternehmens. Das SPV reicht die Dividenden und Exit-Erlöse aus den GmbH-Anteilen an die B-Share-Investoren weiter und vertritt die B-Share-Investoren bei Gesellschafterbeschlüssen. Über Gesellschafterbeschlüsse bei dem Startup stimmen die B-Share-Investoren zuvor in einer Poolingabstimmung ab und das SPV gibt dann die Stimmen der B-Share-Investoren in der Gesellschafterversammlung einheitlich ab.

Diese Zweckgesellschaft investiert als ein eigenständiger Gesellschafter in das Eigenkapital des Unternehmens und hält in der Folge die Beteiligungen. Die SPV wird damit zum Anteilseigner an dem Unternehmen. Als Anteilseigner kann die Zweckgesellschaft Einfluss auf die Geschäftsführung nehmen.

Das SPV reicht die Dividenden und Exit-Erlöse aus den GmbH-Anteilen an die B-Share-Investoren weiter und vertritt die B-Share-Investoren bei Gesellschafterbeschlüssen. Durch ein Stimmrechtspooling werden alle Investoren bei Abstimmungen über das Unternehmen über die Zweckgesellschaft gepoolt, also gebündelt. Pooling bedeutet hier, dass die Gesamtheit der Investoren durch die Zweckgesellschaft so behandelt wird, als handele es sich um einen einzigen Investor. Das SPV gibt somit die Stimmen der B-Share-Investoren in der Gesellschafterversammlung einheitlich ab.

Bei den B-Shares handelt es sich um depotfähige Wertpapiere mit eigener WKN (Wertpapierkennnummer) und ISIN (International Securities Identification Number). Die B-Shares müssen in einem Depot einer Bank oder eines Online-Brokers verwahrt werden. Die Einbuchung der B-Shares in das Depot des Investors wird nach Abschluss der Finanzierungsphase von Companisto veranlasst. B-Shares können direkt online gezeichnet werden. Eine notarielle Vollmacht ist nicht erforderlich.

 

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Jana Biesterfeldt
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