Crowdinvesting - die neue Anlageklasse?

Fortgeschrittene

Crowdinvesting führt zur Demokratisierung des Investierens

Von Cristin Liekfeldt
5 Minuten Lesezeit

Es gibt eine lebendige Startup-Szene in Deutschland. Mit dem Internet wurden zahlreiche neue Geschäftsfelder eröffnet. Außerdem zwingt die Digitalisierung jedes mittelständische Unternehmen dazu, sich an die veränderten Bedingungen anzupassen. Sigmar Gabriel und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fordern eine stärkere Auseinandersetzung mit den digitalen Möglichkeiten. Kleine und mittelständische Unternehmen sollen so ihre Wettbewerbsfähigkeit für die kommenden Jahre sicherstellen.

Sowohl Startups als auch kleineren Mittelständlern fehlt oft das Kapital, das sie benötigen um ihre innovativen Ideen umzusetzen. Unter all den Startup-Gründern schaffen es nach einer Studie des Branchenverbandes Bitkom immer noch nur etwa 50 Prozent, über Wagniskapital-Geber (VC; Venture Capital-Gesellschaften), staatliche Förderung oder Business Angels an Kapital zu kommen. Den restlichen 50 Prozent bleibt nur die Finanzierung über eigene Ersparnisse, Freunde oder Familie. Mit ähnlichen Finanzierungsproblemen haben die mittelständischen Unternehmen zu tun, die wachsen möchten. Grund dafür ist die zunehmende Unsicherheit im Bankensektor. Dies belegt die Studie „Finanzierung im Mittelstand“ von Deloitte.

Die Finanzierung über die Crowd wird daher zunehmend attraktiv. Nach Zahlen des aktuellen Crowdfinanzierungsmonitors (2016) wuchs das Investitionsvolumen der Crowd von 81,4 Millionen Euro (2015) auf 101,9 Millionen Euro (2016) in den ersten drei Quartalen. Eine Schlüsselrolle spielt dabei das Crowdinvesting, auch Equity-based Crowdfunding genannt, wie es auch von Companisto angeboten wird.

 

Über Crowdinvesting wird von Investorenseite betrachtet ein neuer Bereich erschlossen. Es ist nun auch für Privatanleger möglich, dort zu investieren, wo früher nur Investmentbanker, Business Angels und Venture-Capital-Gesellschaften ihre Geschäfte tätigten: In Wachstumsunternehmen und Startups. In der Vergangenheit konnten nur Wohlhabende über Fonds an nicht-börsengelisteten Unternehmen und Startups teilhaben und dabei hohe Renditen erwirtschaften. Alle anderen waren bis vor ein paar Jahren völlig aus diesem Bereich des Investments ausgeschlossen. 

Das änderte sich vor einigen Jahren mit der Markteinführung des Crowdinvesting auf Online-Plattformen wie Companisto. Durch das Crowdinvesting können Investoren, die sich für zukunftsträchtige Geschäftsmodelle und langfristige Anlagemöglichkeiten interessieren, mittlerweile Teil dieses Wirtschaftsbereiches sein. Mit ein bisschen Geduld und Disziplin können sich auch Kleinanleger in das Thema Crowdinvesting einlesen und so im Idealfall hohe Renditen erzielen. Man könnte also schon fast sagen: Crowdinvesting ist die Demokratisierung des Investment-Bereichs.

 

Beim Crowdinvesting hat der Anleger gleich mehrere Optionen, zu profitieren: Ein Startup kann verkauft oder übernommen werden, wie im Fall von Instagram, Wunderlist oder LinkedIn. In diesem Fall wird das Unternehmen neu bewertet und der Investor erhält eine Auszahlung, die sich prozentual an der Wertsteigerung und/oder den Gewinnen orientiert. Außerdem kann ein Unternehmen an die Börse gehen – und in diesem Fall wären die Anteile für den Investor handelbar. Weiterhin schütten besonders Wachstumsunternehmen einen Festzins um die 8 Prozent im Jahr aus.  

Auf Companisto gewähren die Investoren (Companisten genannt) den jungen Unternehmen ein Nachrangdarlehen. Im Gegenzug profitieren sie von einem jährlichen Festzins bei Wachstumsunternehmen oder von einer Gewinn- und Verkaufs-Beteiligung bei Startups. Investoren haben beim Crowdinvesting zwar kein direktes Mitspracherecht im operativen Geschäft des Startups, dafür können sie aber in den Investorenforen hautnah dabei sein, ihre Tipps und Erfahrungen teilen und zusehen, wie ein Unternehmen an Fahrt gewinnt.

Bei Companisto könnte man zum Beispiel von Sawade erzählen, einer Berliner Traditions-Schokoladenmanufaktur, die sich mit Hilfe der Crowd neu aufgestellt hat. Sawade ist eine Schokoladenmanufaktur am Rande Berlins und mit seiner 130-jährigen Firmengeschichte längst kein Startup mehr. Jedoch stand die Firma kurz vor der Insolvenz, als die beiden Unternehmer Benno und Melanie Hübel das Unternehmen kauften und modernisierten. Sie machten aus Sawade ein wachsendes Unternehmen und stellten sich der Digitalisierung.

Um die Wettbewerbsfähigkeit weiter auszubauen, bot Sawade Investoren über Companisto die einzigartige Investment-Möglichkeit, über einen Venture Loan am Wachstum des Unternehmens teilzuhaben: 8 Prozent Festzins pro Jahr bei vier Jahren Laufzeit. Als "süße" Verlockung konnten Investoren bei Companisto sich sogar entscheiden, ihren Festzins in Schokolade zu erhalten und dafür in den Genuss einer 12-Prozent-Verzinsung zu kommen. Das Angebot überzeugte die Crowd: 1097 Companisten investierten 1,3 Millionen Euro über Nachrangdarlehen in Sawade. Die Crowdinvestoren werden seither pünktlich zum Halbjahr ausgezahlt.

Die Finanzindustrie hält einige Chancen für diejenigen bereit, die sich selbst Erfolge erarbeiten wollen. Crowdinvesting kann dabei eine Möglichkeit sein, neue Wege des Investments zu gehen. Bei Companisto liegt die Einstiegsschwelle mit nur fünf Euro Mindestinvestitionssumme dabei sehr niedrig.

Deutschland schneidet im internationalen Vergleich in Bezug auf Reichtum und Finanzen schlecht ab – nach einer Studie der Allianz in diesem Jahr landet die Bundesrepublik neben Österreich auf dem letzten Platz.  Von den Voraussetzungen her sind wir eines der fünf finanziell top aufgestellten Länder in der Eurozone - was das Sparen und Anlegen angeht allerdings weit hinten. Der Sparstrumpf unter der Matratze bringt leider keine Zinsen, keine Renditen, keine Dividenden. Rund 200 Millionen Euro hätten die deutschen Haushalte mehr erwirtschaften können, hätten sie ihr Geld in zu einem kleinen Prozentsatz auf renditestärkere Finanzprodukte verteilt. Das recherchierte Die Welt Ende September diesen Jahres. Dies ist demnach der beste Zeitpunkt, die eigenen Finanzen selbst in die Hand zu nehmen.

Wie man das tun kann? Das erfahren Sie im Artikel „Vom Bankberater enttäuscht: So nehmen Sie Ihre Finanzen selbst in die Hand“.

 

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Cristin Liekfeldt
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Quelle: Eigene Recherchen. Hierbei wurde u.a. auf Daten des Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) zurückgegriffen.
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