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Von Companisto

Neues Kleinanlegerschutzgesetz in Kraft getreten – was sich für Companisten ändert

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Liebe Companisten,

um Kleinanleger noch weiter zu schützen, hat die Bundesregierung 2014 entschieden, das Vermögensanlagengesetz (VermAnlG) anzupassen. Am 23.04.15 wurde das Kleinanlegerschutzgesetz durch den Deutschen Bundestag verabschiedet; am 9. Juli 2015 ist es im Bundesanzeiger Nr. 28 veröffentlicht worden und damit in Kraft getreten. Bereits in einem früheren Blogpost mit dem Titel "Neues Kleinanlegerschutzgesetz" hatten wir die Neuerungen zusammengefasst.

Im Vorfeld hatte sich Companisto in einer Sachverständigenanhörung im Deutschen Bundestag eingebracht und die Position der noch jungen Crowdinvestingbranche in Deutschland vertreten. Für Crowdinvesting werden einige Ausnahmen gelten, die wir weiter unten erläutern.

Insgesamt bewertet Companisto das Kleinanlegerschutzgesetz als positiv – Anlegerschutz ist auch für uns ein zentrales Thema, denn nur durch Transparenz und Seriosität kann sich Crowdinvesting langfristig als Finanzierungsform für innovative Startups, die auf Risikokapital angewiesen sind, in Deutschland behaupten.  

Die neuen Regeln des Kleinanlegerschutzgesetzes gelten für Finanzierungsrunden, die nach dem 9. Juli 2015 gestartet sind.

 

Kleinanlegerschutzgesetz | Companisto

 

Und das ändert sich künftig für die Companisten, die Startups und Companisto

Ausnahme von der Prospektpflicht für Crowdinvesting: Companisten investieren bei Companisto über partiarische Nachrangdarlehen. Partiarische Nachrangdarlehen unterliegen künftig grundsätzlich der Prospektpflicht. Der Gesetzgeber hat hier aber eine wichtige Ausnahme für Schwarmfinanzierungen aufgenommen: Projekte bis zu einem Finanzierungsvolumen von 2,5 Millionen Euro sind von der Erstellung eines Prospekts ausgenommen. Im ursprünglichen Gesetzestext war ab einer Investitionssumme von 1 Million Euro ursprünglich zwingend ein Vermögensanlagenprospekt vorgeschrieben, der  mehrere Zehntausend Euro gekostet hätte.

 

Vermögensanlagen-Informationsblatt (VIB): Bei künftigen Finanzierungsrunden müssen die Unternehmen ein Vermögensanlagen-Informationsblatt erstellen und den interessierten Crowdinvestoren zur Verfügung stellen. Das Vermögensanlagen-Informationsblatt fasst noch einmal die wesentlichen Eckpunkte der Beteiligung und Risiken zusammen. Wird ein Investment in das entsprechende Startup getätigt, dann müssen Crowdinvestoren bestätigen, dass sie den Risikohinweis aus dem Vermögensanlagen-Informationsblatt zur Kenntnis genommen haben.

In diesem Zusammenhang sind künftig auch zusätzliche Informationen notwendig, beispielsweise die Angabe des Geburtsortes und der Personalausweisnummer. Die Bestätigung der Kenntnisnahme des Vermögensanlagen-Informationsblattes erfolgt rein elektronisch, ursprünglich hatte der Gesetzgeber geplant, dass dies auf dem postalischen Weg bestätigt werden muss. Das Vermögensanlagen-Informationsblatt wird künftig im öffentlichen Profil-Bereich zusammen mit den Beteiligungsverträgen zu finden sein.

 

Investment-Obergrenzen: Companisten, die mehr als 1.000 Euro investieren möchten, müssen künftig per Selbstauskunft bestätigen,  dass sie über ein freies Vermögen von 100.000 Euro verfügen oder nicht mehr als das Doppelte ihres monatlichen Nettoeinkommens investiert wird. Genaue Angaben zu den Vermögens- oder Einkommensverhältnissen müssen nicht gemacht werden. Es müssen auch keine Nachweise erbracht werden. Es genügt die Angabe, dass ein entsprechendes Vermögen oder Einkommen vorliegt. Werden nicht mehr als 1.000 Euro investiert, muss gar keine Angabe gemacht werden.

Die Obergrenze für alle Anlagen ist für Privatpersonen bei 10.000 Euro festgesetzt - es sei denn, es investiert keine Privatperson, sondern eine Kapitalgesellschaft in das junge Unternehmen. GmbHs oder UGs können somit auch weiterhin in beliebiger Höhe, unabhängig von ihren Vermögensverhältnissen, investieren.

 

Verpflichtendes Widerrufsrecht: Jeder Anleger hat gemäß Kleinanlegerschutzgesetz künftig ein 14tägiges Widerrufsrecht. Bei Companisto wurde das schon immer so gehandhabt. 

Wenn Sie Fragen zu einzelnen Punkten, die durch das Kleinanlegerschutzgesetz geändert werden, haben, dann zögern Sie nicht, mit uns in Kontakt zu treten!

Viele Grüße vom Companisto-Team!



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Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.

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Quelle: Eigene Recherchen. Hierbei wurde u.a. auf Daten des Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) zurückgegriffen.
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