News RSS FEEDRSS FEED

Von Companisto

Zurück zu den Anfängen: David Rhotert und Tamo Zwinge über den Ursprung von Companisto im Interview

Öffentlich
Öffentlich

Interview | Companisto

 

In Kürze geht das neue Companisto online. Bevor etwas Neues kommt, lohnt sich ein kurzer Blick zurück in die Vergangenheit. Wer kann darüber besser Auskunft geben als die beiden Gründer von Companisto selbst? Da mussten wir doch noch einmal genau nachfragen und haben David Rhotert und Tamo Zwinge an den Konferenztisch geholt und über die Anfänge von Companisto gesprochen. Das Gespräch führte André Glasmacher, der den Bereich Public Relations bei Companisto leitet.


 

André Glasmacher: David, Tamo. wie kam es eigentlich zur Gründung von Companisto? 

David Rhotert: Den Ausschlag gaben persönliche Erlebnisse, denn  wir machten selbst die Erfahrung , dass es auch innovative und erfolgsversprechende Geschäftsmodelle in Deutschland schwer haben, eine Finanzierung zu finden. Die Finanzierung für das erste Startup, das wir gemeinsam gründeten, schien gleich zu Beginn im Jahre 2001 zu scheitern. Es sah ganz nach einem sogenannten quick fail aus. 

Tamo Zwinge: Wir waren damals 21 Jahre alt und haben den Banktermin damals aufwendig vorbereitet und ihn voller Zuversicht erwartet. Und der war dann nach nur 5 Minuten vorüber – wir konnten nämlich kein Grundstück als Sicherheit zur Verfügung stellen. Der von uns vorgelegte Business-Plan wurde nicht mit einem Wort diskutiert, die erhoffte Finanzierung unseres Startups schien zu scheitern.

David Rhotert: Damals waren wir ihr erstmals leibhaftig begegnet: der eklatanten Finanzierungslücke für junge innovative Unternehmen in Deutschland. Aufgeben kam für uns aber nicht in Frage. Die Finanzierung musste dann eben alternativ auf die Beine gestellt werden. Sie gelang mithilfe unseres persönlichen Umfeldes. Zugegeben war dies damals eine noch sehr kleine Crowd, aber die ersten Schritte auf dem Weg zur späteren Gründung vom Companisto waren damit gegangen. 

 

André Glasmacher: Inzwischen sind ein paar Jahre vergangen, ihr habt eure Beteiligungen an dem Startup verkauft und unter anderem in internationalen Großkanzleien als Rechtsanwälte  gearbeitet. Wie kam es dann dazu, dass ihr euch wieder der Startup-Szene gewidmet habt?

Tamo Zwinge: Im Laufe der Zeit setzte sich die Erkenntnis durch, dass das von uns Erlebte kein Einzelfall war. Es erging vielen Gründern ähnlich. Auch in der Zwischenzeit hatte sich in der Wagniskapitalfinanzierung von Startups in Deutschland nicht viel getan. Die Finanzierungslücke verursachte noch immer, dass Innovationen auf der Strecke blieben. Wir haben auch in der Zwischenzeit nicht aufgehört, uns damit zu beschäftigen. Startups sind die Zukunft der europäischen Wirtschaft, hier hat man mit Menschen zu tun, die etwas verändern wollen. Das hat uns immer gereizt.

David Rhotert: Der sprichwörtliche Gordische Knoten zur späteren Gründung von Companisto wurde mit der Erkenntnis gelöst, dass  es bislang für Privatpersonen und Beteiligungsgesellschaften keine Möglichkeit gegeben hatte, sich in einem direkten Prozess online und unkompliziert an Startup-Unternehmen zu beteiligen. Und das auch mit kleineren Summen. Da war dann die Idee geboren. Im Jahr 2011 stand unser Entschluss fest, eine Crowdinvesting-Plattform zu gründen – Companisto war der Name der Wahl. Die Wortschöpfung verdankt sich übrigens dem englischen Wort company und dem spanischen Wort compañero.

Tamo Zwinge: Seitdem hat sich einiges getan. Wir können mittlerweile auf über 41.000 Companisten und  48 Crowdinvestings mit einem Finanzierungsvolumen von über 22 Millionen schauen. Wir wollen uns aber nicht auf diesen Zahlen ausruhen. Ganz im Gegenteil, wir werden Companisto und damit auch das Crowdinvesting insgesamt stetig weiterentwickeln und Investoren mit Gründern zusammenbringen. 

 

Companisto EndgeräteEin kleiner Vorgeschmack auf das neue Companisto, das in Kürze online geht

 

André Glasmacher: Ihr setzt euch auch gegenüber der Politik dafür ein, die Voraussetzungen für Startup-Finanzierung und Crowdinvesting weiter zu verbessern. Warum liegt euch das so am Herzen? 

Tamo Zwinge: Innovation und Fortschritt basieren auf der Bereitschaft, Risiken einzugehen und Neues auszuprobieren. Gründer nehmen diese Herausforderung an und verschreiben sich mit ihrer ganzen Leidenschaft dem Erfolg ihres Unternehmens. Man vergisst dabei oft, dass es sich hier um Menschen handelt. Menschen, die ihre Freizeit opfern, ihre gesamte Energie auf eine Sache ausrichten und verrückte Arbeitszeiten in Kauf nehmen, um ihre Idee in die Tat umzusetzen. Diese Leute arbeiten hart und mit viel Enthusiasmus daran, etwas verändern zu können. Fakt ist: Die Zahl der Existenzgründungen in Deutschland geht zurück und damit auch die Voraussetzung für die Schaffung von Innovationen und Arbeitsplätzen, also das Fundament jedes andauernden gesellschaftlichen Wohlstandes.

David Rhotert: Unsere Vision ist es, dass diejenigen Menschen, die ein vielversprechendes Geschäftsmodell entwickeln und denen es gelingt, eine Vielzahl von Personen in einem offenen Dialog davon zu überzeugen, dann auch wirklich die Chance erhalten, es erfolgreich umzusetzen. Ganz unabhängig davon, ob sie zufällig über ein Grundstück oder sonstiges Vermögen verfügen. Um dies zu erreichen, brauchen wir eine Mentalität, die von Offenheit und Neugier auf Innovationen geprägt ist und von entsprechenden Strukturen in Deutschland getragen wird.

Tamo Zwinge: Hier gibt es insgesamt aber auf jeden Fall positive Signale: Innerhalb der Europäischen Union und in Deutschland wurde Crowdinvesting mittlerweile durch die Politik gefördert. Die Bundesregierung verabschiedete in diesem Jahr das Kleinanlegerschutzgesetz, welches in seiner ersten Fassung  sehr kritisch von der gesamten Startup- und Finanzierungsbranche gesehen wurde.

David Rhotert: Tamo wurde dann als Gründer von Companisto zur Expertenanhörung in den Finanzausschuss des Deutschen Bundestages eingeladen und konnte durch Sachargumente einen Teil dazu beitragen, dass es am Ende dennoch eine positive Gesetzesregelung speziell für das junge Crowdinvesting wurde.

Tamo Zwinge: Der Deutsche Bundestag hat sich im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens wirklich aktiv mit der Finanzierung von Startups und dem Crowdinvesting auseinandergesetzt und damit ein erstes wichtiges Signal in die gesamte Startup- und Venture-Capital-Branche gesendet.  

 

André Glasmacher: Habt ihr nach drei Jahren Performance schon erste Zahlen, wie sich die Startups entwickelt haben?

David Rhotert: Ja, dazu werden wir auch bald die ersten Statistiken veröffentlichen. Ein weiterer Punkt, den wir in Zukunft ausbauen möchten. Die Statistiken werden bald auf dem neuen Companisto zu sehen sein.

 

André Glasmacher: Zusammenfassend bleibt zu sagen…? 

Tamo Zwinge: Ob ein Mensch besonderen Innovationsgeist und Durchsetzungswillen hat, hängt weder von seiner Herkunft oder seinen Vermögensverhältnissen ab. Es kommt vielmehr auf den Menschen an sich an. Darauf, ob er seine Chance erhält und zu nutzen vermag. Dieses erklärte Ziel treibt uns an – Tag für Tag seit mehr als drei Jahren. Denn ein Investment in ein innovatives Unternehmen ist weit mehr als eine Chance auf eine überdurchschnittliche Rendite gegen die Eingehung  von Risiken.

David Rhotert: Wir möchten an dieser Stelle allen Companisten und unserem Team danken, die mit uns daran arbeiten, Crowdinvesting auf Companisto zu einem Treiber für Innovation und Fortschritt zu machen. Wir freuen uns auf die nächsten gemeinsamen Jahre!



Kommentare

Das Kommentieren ist nur für registrierte Companisten möglich. Bitte melden Sie sich an, um kommentieren zu können.

Hinweis
Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.

Folgen Sie uns

Kontakt
Ihr Ansprechpartner bei Fragen rund ums Investieren auf Companisto:
Andreas Riedel
Investor Relations

Kostenlose Rufnummer für Investoren

0800 - 100 26 70 (DE)
0800 - 10 02 67 (AT)
0800 - 10 02 67 (CH)

Servicezeiten von Mo-Fr 9-19 Uhr.

Companisto GmbH
Köpenicker Str. 154
10997 Berlin
TÜV geprüftes Online-Portal | Companisto
Quelle: Eigene Recherchen. Hierbei wurde u.a. auf Daten des Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) zurückgegriffen.
Investoren-Support