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Von Paul Lunow

Einbeziehung der Nutzer ist klarer Wettbewerbsvorteil von Nepos

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Liebe Companisten,

heute möchte ich euch Sebastian Glende vorstellen. Er ist Experte für die Entwicklung von “Innovationen für Senioren”. Zu diesem Thema hat er promoviert und als Mitbegründer des privaten Forschungsinstituts „YOUSE“ zahlreiche Unternehmen dabei unterstützt, digitale Produkte zielgruppenspezifisch und benutzerfreundlich zu entwickeln. Sebastian steht auch uns mit Rat und Tat zur Seite. In dem nachfolgenden Interview erklärt er, warum die Einbeziehung der Nutzer für ihn ein klarer Wettbewerbsvorteil von Nepos ist.

 

Vor welcher Herausforderung stehen Entwickler von digitalen Produkten für Senioren?

Einerseits haben Senioren altersbedingt teilweise spezifische Anforderungen an die Technik. Dies gilt z.B. hinsichtlich der veränderten Hautleitfähigkeit und der Touchscreenbedienung. Andererseits ist ein Teil der älteren Menschen einfach mit anderen Bedienprinzipien und anderen "Werkzeugen" groß geworden. Ihnen ist das Blättern im Buch viel vertrauter als das Scrollen auf einer Internetseite. Auch Entwickler durchschreiten verschiedene Lebensphasen und lernen damit einhergehend unterschiedliche Produkte kennen – aber Senioren waren sie selbst noch nie. Daher ist die Einbindung von Nutzern bei der Entwicklung von Produkten für diese Altersgruppe noch viel wichtiger, als sie das bezüglich jüngerer Zielgruppen schon ist.

 

Produkte aus dem Hightech-Sektor sind für Senioren oft nur schwer verständlich oder schlecht zugänglich. Was hat Nepos besser gemacht?

Senioren haben oft eine sehr hohe sogenannte kristalline Intelligenz, also ein umfangreiches Wissen und vielfältige Erfahrungen. Gleichzeitig fällt es älteren Menschen schwerer, sich an neue Prozesse, beispielsweise an unterschiedliche Bedienprinzipien, zu gewöhnen. Die Wissenschaft beschreibt das als abnehmende "fluide" Intelligenz. Inzwischen verwendet zwar ein nicht kleiner Teil von Senioren digitale Produkte, jedoch werden diese eher für die immer gleichen Anwendungen genutzt und ein exploratives Kennenlernen neuer Apps findet kaum statt. Wenn es gelingt, die Bedienprozesse unterschiedlichster digitaler Anwendungen zu vereinheitlichen, ist für Senioren viel gewonnen. Darauf konzentriert sich Nepos und arbeitet bei vielen Entwicklungen eng mit Anwendern zusammen. Das sehe ich als klaren Wettbewerbsvorteil.

 

Nepos hat ein Universal Interface (Ui+) für ältere Menschen entwickelt. Könnte so eine stringente Bedienung auch für andere Produkte sinnvoll sein?

Ja klar. Ich denke, dass die stark vereinheitlichte Bedienung überall dort sinnvoll ist, wo sehr unterschiedliche Anwendergruppen ein und dasselbe Gerät verwenden und sie keine Wahl haben. Dazu gehören beispielsweise Touchpad-Bildschirme für Flugzeugpassagiere oder Tablets für stationär im Krankenhaus aufgenommene Patienten. Daneben wären öffentlich zugängliche Geräte sehr gut geeignet für eine einheitliche Bedienung, z.B. Infoscreens im Museum oder in der Stadt. Nicht zuletzt dürften professionelle Arbeitsgeräte, die von unterschiedlichen Mitarbeitern bedient werden, ein spannendes Feld für stringente Bedienkonzepte sein.

 

Der Markt für Senioren-Produkte wird in einer stetig alternden Gesellschaft ständig größer. Warum gibt es nicht mehr Startups mit dem Fokus auf die ältere Generation?

Das frage ich mich manchmal auch. Es ist eigentlich kaum nachvollziehbar, weil diese Zielgruppe ja einen hohen Bedarf an unterschiedlichsten, wirklich gut gemachten Produkten hat. Gerade ältere Menschen könnten von vielen digitalen Entwicklungen noch stärker profitieren, wenn sie auf ihre spezifischen Bedürfnisse zugeschnitten wären. Darüber hinaus ist die Zielgruppe wirtschaftlich hochinteressant. Ein großer Teil ist finanziell gut abgesichert – aber natürlich gilt das nicht für alle. Es gibt noch viele Nischen für Erfinder und Entwickler, in denen die Konkurrenz kaum wahrnehmbar ist. Jedoch wissen viele Unternehmen nicht, wie sie die Zielgruppe gut erreichen. Außerdem herrscht das Bild vor, dass Senioren weniger empfänglich für Innovationen sind. Beim Abwägen des Für und Wider ist es aus meiner Sicht aber wirklich erstaunlich, dass sich nur so wenige Unternehmen in diesen Markt begeben.

 

Nepos - Sebastian Glende

 

Wenn Ihr Fragen an Sebastian habt, kommentiert gerne diesen Beitrag. Wir leiten die Fragen an ihn weiter.

Auch wir merken, dass unsere Kompetenz im Bereich User Interface immer stärker gefragt ist und zahlreiche Anwendungsszenarien denkbar sind. Welche spannenden aktuellen Projekte bei uns gerade in der Pipeline sind, werden wir euch in einem der nächsten Updates verraten.

Bis dahin genießt den goldenen Herbst, viele Grüße

Paul



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