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Von Ralph Hünermann

Stanford Professor: Situationalisierung ist einer DER Trends

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Hallo liebe Companisten,

ich war diese Woche einige Tage in Salzburg bei verschiedenen Workshops und Veranstaltungen von Silicon Castles, einem Accelerator Programm für europäische Tech-Startups.

Dort konnte ich mich mit vielen anderen Gründern, Professoren, Investoren und Startup-Beratern aus verschiedenen Branchen und Länder austauschen und vernetzen u.a. Jeff Burton einem der Co-Founder von ElectronicArts (u.a. EA Sports) und Baba Shiv, ein weltweit anerkannter Marketing Professor an der Stanford Graduate School of Business im Silicon Valley, der unter anderen Elon Musk, die Google-Gründer oder das Management von Apple berät.

Im Rahmen dieses mehrtägigen Events wurde auch ein Interview mit Baba Shiv geführt, indem er beschreibt, warum unser Ansatz der Situationalisierung, einer DER Zukunfttrends im E-Commerce ist. Dieses Video möchten wir vorab gerne exklusiv mit euch teilen.

 

Baba Shiv über Marketing Technologie

 

 

Er beschreibt zunächst die Entwicklung von den Anfängen des E-Commerce, als sogenannte Recommendation Engines (zu Deutsch „Empfehlungsmaschinen“), basierend auf der Kaufhistorie und den Präferenzen, Empfehlungen machten: „Menschen, die XY kauften, kauften auch…“.

Doch insbesondere in den letzten Jahren stellt er fest, dass Konsumenten ihre Daten nicht mehr uneingeschränkt mit Unternehmen teilen möchten. Privatsphäre spielt weltweit eine immer stärkere Rolle und daher nutzen zunehmend mehr Menschen bestimmte Anwendungen, um anonym zu bleiben (z.B. Privacy-Browser, Adblocker, VPN etc.). Dies stellt Unternehmen und insbesondere Marketer vor große Herausforderungen.

Denn bisher war es nur mit sehr großen und genauen, personenbezogenen Datenmengen möglich, Micro-Targeting durchzuführen, d.h. die zielgenaue Ansprache einzelner Nutzer. Im Online-Handel ist es allerdings so, dass meist nur die Inhalte auf der ersten Seite in das sogenannte Consideration Set eingehen, also die engere Auswahl an Produkten, welche möglicherweise gekauft werden. Wenn also auf der ersten Seite nichts Relevantes für den aktuellen Nutzer auftaucht, dann wird er vermutlich auch nichts kaufen.

Der zunehmend anonyme Konsument stellt Unternehmen also vor die Herausforderung auch ohne Nutzerdaten relevante Inhalte anzuzeigen. Daraus entwickelte sich, laut Shiv, in jüngster Zeit ein weiterer Trend: statt auf die individuellen Daten von Personen zu setzen, beginnen Unternehmen stärker ihre vorhandenen, anonymen Daten zu nutzen. Diese Datenmengen sind allerdings immens, insbesondere bei großen Online-Shops oder Medienunternehmen mit Tausenden von Inhalten.

Daher müssen Unternehmen zur Auswertung, Analyse und gewinnbringenden Nutzung dieser Daten auf Machine Learning und Artificial Intelligence (künstliche Intelligenz), also selbstlernende Algorithmen, die Wissen aus den Daten ableiten, setzen, um automatisiert Muster in diesen Daten zu erkennen. Beispielsweise würde ein Mensch sehr lange brauchen, um auszuwerten, welche Produkte sich an welchen Wochentagen in einer bestimmten Region je nach Gerätetyp oder Besuchsquelle besonders gut verkaufen. 

Ein Algorithmus schafft das in Millisekunden!

Es muss also Software eingesetzt werden, um große Datenmengen zur Anzeige relevanter Informationen auszuwerten und nutzbar zu machen. Denn je nach Situation oder Context müssen laut dem Stanford Marketing Professor andere Produkte, Informationen oder Angebote angezeigt werden: es muss also eine Situationalisierung der Inhalte vorgenommen werden. Unser Ansatz ist somit auch aus Sicht von weltweit anerkannten Akademikern hochrelevant! Shiv nennt das Beispiel eines Nutzers, der sich mit einem iPad an einem Samstagmorgen anders verhalten wird, als mit seinem Smartphone an einem Montag. Außerdem werden sich Nutzer für verschiedene Produkte interessieren (z.B. verschiedene Hoodies).

Der Trend zur Situationalisierung von Inhalten wird, aus Sicht von Stanford Professor Shiv, maßgeblich durch das Zusammenspiel aus zwei Faktoren bestimmt: die stärkere Bedeutung der Privatsphäre für Nutzer und die effizientere, automatisierte Nutzung vorhandener Datenmengen. Diese Daten, insbesondere in Echtzeit zu nutzen, sieht er als Trend für die nächsten Jahre an. Wir werden diesen Zukunftstrend als führender Pionier auf diesem Gebiet maßgeblich mitgestalten!

 

Beste Grüße im Namen des ODOSCOPE Teams,

 

Ralph Hünermann

 

Über Silicon Castles

Silicon Castles ist ein strategischer Business Accelerator für das technologische Lizenzgeschäft. Ihr Fokus liegt auf den (Roh-)Diamanten aus Europa. Silicon Castles wird von Top-Beratern aus Wirtschaft und Finanzen unterstützt. Die Organisation verfügt über ein globales Netzwerk mit Zugang zu allen wichtigen Technologie-Hotspots in Europa, USA und Asien.

 

Zu ihren Leistungen gehört u.a.:

  • Frühzeitige Investition in Top-Startups (Team, Idee, Technologie)
  • Globale Geschäftsentwicklung mit eigenem Global Sales Team
  • Schaffung eines rechtlichen Rahmens für das Lizenzgeschäft
  • Unterstützung im Marketing, strategisches Teaming sowie Executive Coaching

 

Über Baba Shiv

Baba Shiv ist Marketing Professor an der Stanford Graduate School of Business. Außerdem hält er folgende Titel dort:

  • Co-Director, Innovative Marketing for Strategic Advantage
  • Co-Director, Stanford Embark
  • Director, Stanford Go-to-Market – Mexico City
  • Director, The Innovative Technology Leader

 

Baba Shivs Forschungsexpertise liegt im Bereich der Neuroökonomie, mit besonderem Schwerpunkt auf der Rolle neuronaler Strukturen im Zusammenhang mit Emotionen und Motivation bei der Gestaltung von Entscheidungen und Erfahrungen. Er hat umfangreiche Arbeiten über das emotionale Gehirn veröffentlicht und seine starke Rolle bei der Gestaltung von Marketing, Innovation, Führung und Entscheidungsfindung

dokumentiert. Er berät regelmäßig und ist Beiratsmitglied mehrerer Startups.

Von Silicon Valley Tech Startups bis hin zu Fortune-500-Unternehmen: Baba Shiv unterrichtet Kurse an der Stanford Graduate School of Business, die auf seinen Forschungsinteressen aufbauen. Er empfängt häufig Führungskräfte aus der ganzen Welt in Executive Education Programmen in Stanford zu strategischem Marketingmanagement, Design-Thinking und kundenorientierter Innovation.



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