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Von Kai

Crowdinvesting revisited

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Wir einfältigen Zeitgenossen des 21. Jahrhunderts mögen Crowdinvesting für eine extrem moderne Idee halten. Wahr ist, dass das Internet die Vernetzung von Startups und Mikroinvestoren erheblich erleichtert, aber generell erliegen wir mal wieder dem Retro-Charme. Alles schon da gewesen.

Menschen haben sich natürlich schon immer zusammengetan, um ihre Ideen zu verwirklichen. Eine frühe Version des Crowdinvesting ereignete sich im London des 17. Jahrhundert. Henry Hudson traf sich zwischen 1607 und 1608 in der Budge Row im Bezirk Cordwainer Street Ward mehrfach mit den Direktoren der Muscowy Company. Die Company bestand aus Kaufleuten und Aristokraten, die das Ziel einte, eine Nordpassage zu den Reichtümern Asiens zu finden, um dem Empire einen Vorteil gegenüber den Seemächten Spanien und Portugal zu verschaffen. Jedes Mitglied steuerte 25 der benötigten 6.000 Pfund bei. Obwohl die Passage nicht gefunden wurde (Crowdinvesting gab es, Google Maps nicht) und Hudson erst in Diensten der Holländer zu Ruhm kommen würde (Hudson River, Hudson Bay), als er die Bucht von New York entdeckte, zahlte sich die Investition der Muscowy Company vielfach aus.

Something about New York

Hudson legte quasi den Grundstein für eine Metropole, deren Symbol - die Freiheitsstatue - ebenfalls crowd-finanziert wurde. 1885 spendeten 120.000 Gönner für die Errichtung ihres Sockels $ 102.000 und wurden dafür namentlich in der «New York World» erwähnt. Zugegeben, das ist eher Crowdfunding, man investiert also nicht in ein Startup, sondern erhält für eine Spende eine nicht-monetäre Gegenleistung wie eben eine Erwähnung. Aber wann kann man sich schon mal mit einer weltweit bekannten Sehenswürdigkeit für den Preis von nur einem Dollar schmücken? Nennen wir es Image-Dividende.

Von Liberty Island, wo die Freiheitsstatue aufragt und Immigranten aller Herren Länder willkommen heißt, ist es sowohl geographisch als auch gedanklich nur ein Katzensprung in die Lower Eastside von Manhattan. Hier gründeten knapp 400 Jahre nach Hudsons Abstecher Perry Chen, Yancey Strickler und Charles Adler Kickstarter.com, die erste und größte Crowdfunding-Plattform der Welt.

Gesetze, die Crowdinvesting in den USA ermöglichen, treten erst 2013 in Kraft, so dass dieses Mal Crowdinvesting aus Berlin gegenüber Manhattan die Nase vorn hat.

After all, Leonard Cohen might have been wrong: „First we take Manhattan, then we take Berlin!"

;-)



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Quelle: Eigene Recherchen. Hierbei wurde u.a. auf Daten des Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) zurückgegriffen.
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