von Cristin Liekfeldt

Diese Hobbies trainieren die Intelligenz

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Diese Hobbies trainieren die Intelligenz

Zeit ist Geld, sagt eine Binsenweisheit. Umso mehr Gedanken sollte man sich also um die Zeit machen, die neben dem Job, den Alltagsaufgaben, der Nahrungsaufnahme und Familie oder Freunden noch bleibt. Hier sind sechs Vorschläge, die das Gehirn ganz nebenbei trainieren.

Die Menschen nehmen an, dass wir genetisch ein Potenzial an Intelligenz zugewiesen bekommen. Das heißt, es gibt einen gewissen Grad an Intelligenz, den jeder Einzelne von uns erreichen kann. Wissenschaftler bewiesen nun aber, dass wir unsere Intelligenz trainieren können, so berichten Medien wie die Welt, Neuronation oder Heise. Dieser Artikel zeigt, wie die Intelligenz ganz nebenbei durch Hobbies trainiert werden kann. 

Intelligenz besteht aus zwei Komponenten

Die Wissenschaft geht davon aus, dass die Intelligenz zweigeteilt ist: Es gibt zum einen die kristalline Intelligenz, zum anderen die fluide Intelligenz. Die kristalline Intelligenz setzt sich aus den Erfahrungen, dem erlernten Wissen und dem Gebrauch dieser zusammen. Die fluide Intelligenz dagegen bezeichnet die Fähigkeit, sich Wissen in unbekannten Situationen und Wissensfeldern anzueignen. Die fluide Intelligenz brauchen wir besonders dann, wenn wir das Wissen (die kristalline Intelligenz) auf neue Sachverhalte anwenden. 

Forscher aus Padua (Borella, E. et al.), Zürich (von Bastiana, C.; Oberauer, K.) oder Michigan (Buschkuehl, M.; Jaeggi, S.) haben derweil bewiesen, dass man nicht mit einer angeborenen Intelligenz leben muss, man kann sie trainieren. 

Die Intelligenz kann man durch Hobbies trainieren

Es gibt Freizeitbeschäftigungen, die neue neuronale Verbindungen im Gehirn entwickeln. Immer wenn man etwas Neues lernt schaltet das Gehirn neue Wege frei. Daher ist der erste Schritt für eine wirklich nützliche Freizeitbeschäftigung: Etwas Neues Lernen. Zum Beispiel eine neue Sprache.

Eine Sprache lernen.

Eine neue Sprache zu lernen fordert unser Gehirn, es wird besser darin, jede mentale Herausforderung anzugehen. Wenn man beispielsweise mehrere romanische Sprachen wie Englisch, Französisch oder Spanisch spricht, erkennt man Gemeinsamkeiten und Ähnlichkeiten von Wörtern oder Satzbau. Diese Fähigkeit kann das Gehirn auch auf andere Bereiche übertragen und Probleme schneller lösen. Wenn ein Europäer Chinesisch oder Russisch lernt, muss er ganz neue Satzzeichen und logische Strukturen erlernen, auch das lässt sich auf andere Bereiche übertragen. Außerdem handelt es sich hier nicht um umgangssprachliches "Bulimie-Lernen": Es kommt nicht auf die kurzfristige Wiedergabe von Wissen an, das oft kurz nach der Prüfung wieder vergessen wird, sondern auf das langfristige Behalten und Verarbeiten von Wissen.

Videospiele spielen

Nein, Videospiele sind nicht böse. Sie können - je nach Art des Spiels - verschiedene kognitive Fähigkeiten trainieren. Darunter befinden sich zum Beispiel die Fähigkeit des Erinnerns oder das Gedächtnis, das räumliche Bewusstsein, motorische Fähigkeiten, strategische und manchmal soziale Fähigkeiten. Natürlich sind 42 Stunden lange Game-Marathons nichts für das Gehirntraining. Aber 30 Minuten Videospielen am Tag kann die Bildung von grauer Materie im Gehirn erheblich fördern (Charité, 2013).

Lesen

Ob man Zeitungen oder Game of Thrones oder Warren Buffet liest - die Vorteile für´s Gehirn bleiben gleich. Lesen beruhigt und senkt das Stresslevel. Das fühlt sich für den Leser gut an, erhöht langfristig die emotionale, die kristalline und die fluide Intelligenz. Sprachlich wird er durch das Konsumieren vieler verschiedener Wörter besser, man trainiert das Erkennen von Mustern und Prozessen. Die Interpretation und das Kontextualisieren von Ereignissen und verschiedenen Faktoren wird ebenfalls geübt.

Achtung: Hörspiele hören ist entgegen aktueller Trends leider kein Lesen. Sorry.

Regelmäßiger Sport

Ein gesunder Geist braucht einen gesunden Körper. Wirklich. Beim Sport wird ein Protein (BDNF) im Körper freigesetzt, das auch das Gedächtnis, die Lernfähigkeit, die Konzentration und das Verstehen fördert. Man nennt das auch "den mentalen Scharfsinn trainieren". Das kann übrigens jede Art von Sport sein, ob Schwimmen, Laufen, Yoga oder Segeln. Einige Sportarten haben dabei allerdings noch weitere Vorteile: Mannschaftssportarten wie Fußball, Basketball oder Volleyball fördern besonders die Koordination, die Feinmotorik und die Teamfähigkeit, Wassersportarten wie Windsurfen oder Kanu den Gleichgewichtssinn. 

Es gibt dabei nur eine Regel: Regelmäßig machen.

Meditieren

1992, vor 24 Jahren, lud der Dalai Lama den Forscher Richard Davidson zu sich ein. Er sollte die Gehirnströme des Dalai Lamas und der anderen Mönche messen. Davidson veröffentlichte die Studienergebnisse 2004 im Wall Street Journal. Die Studie belegte, dass die Mönche während der Meditation in einem extrem konzentrierten und mitfühlenden Zustand waren. Sie impliziert, dass wir unsere Gehirnströme bis zu einem gewissen Grad kontrollieren und uns entscheiden können, wann wir was fühlen.  

Die Idee hinter der Meditation ist, dass das Gehirn sich weiter entwickeln kann und das man diese Entwicklung bewusst steuern kann. Verschiedene Aktivitäten stimulieren verschiedene Bereiche im Hirn und durch die Fokussierung auf bestimmte Bereiche kann der Mensch sich selbst verbessern und ein maximales Potenzial ausschöpfen.

Ein Musikinstrument lernen

Ein Musikinstrument zu erlernen und zu spielen ist ein Full-Brain-Workout: Der Bereich für Motorik, der für Visuelles und der Hörsinn arbeiten gleichzeitig. Das Spielen eines Instrumentes unterstützt den sogenannten Corpus Callosum: Es verbindet die beiden Gehirnhälften miteinander. Durch das Erschaffen neuer Connections durch das Musizieren wird diese Verbindung enorm gestärkt. Außerdem trainiert man die Feinmotorik, die Kreativität, analytische Fähigkeiten und manchmal sogar Mathematik. Level up!


In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen Tag und frohes Trainieren!

Der Artikel ist übrigens als erstes als Gastbeitrag bei den wohlbekannten Ladies von EditionF erschienen. Guckt doch mal vorbei!


 

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Quelle: Eigene Recherchen. Hierbei wurde u.a. auf Daten des Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) zurückgegriffen.
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