von André Jasch

Ameria: Digitalisierung weltweit made in Heidelberg

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Ameria: Digitalisierung weltweit made in Heidelberg

Die baden-württembergische Stadt Heidelberg kennen Sie sicher wegen der romantischen Architektur, der schönen Landschaft und einer der ältesten Universitäten Deutschlands. Aber auch wegen Technologieunternehmen, die unseren Alltag voranbringen? Nicht? Dann sollten Sie jetzt weiterlesen. Und die AMERIA AG kennenlernen – einen Digitalisierungs-Spezialisten, der auf dem besten Weg an die Weltspitze ist. Denn das rund 80-köpfige Team hat von Beginn an auf das „Internet of Things“ (IoT) gesetzt und arbeitet daher heute mit großen Namen wie Allianz, Porsche und Haribo bei Projekten rund um den Globus zusammen. Das gemeinsame Ziel: Den Point of Sale der Zukunft gestalten.

Eine Cloud-Lösung, die in der Lage ist, Ladengeschäfte auf der ganzen Welt mit wenigen Klicks zu digitalisieren. Augmented Reality-Lösungen, die es möglich machen, individuell konfigurierte Fahrzeuge in 360°-Ansichten auf mobilen Geräten darzustellen. Ein Avatar, der Kunden beim Betreten eines Geschäfts aktiv anspricht, berät und sich dabei mit einfachen Gesten steuern lässt. Das sind nur drei Beispiele für die innovativen Lösungen, die aus einer Stadt kommen, die heute im Zentrum eines Technologie-Clusters mit international agierenden Hightech-Marktführern liegt.

Oder genauer gesagt: Von der AMERIA AG   aus Heidelberg, einem Unternehmen, das 2001 gestartet ist und heute weltweit sehr erfolgreich agiert. Und das in neun anspruchsvollen Branchen, beispielsweise dem Einzel- und Automobilhandel, dem Finanzsektor oder der Touristikbranche. Das belegen Referenzen von Allianz, DER Touristik, Lego und Henkel eindrucksvoll. Doch wie gelingt es eigentlich, so weit zu kommen? Und was ist der Grund für den Erfolg? Für Albrecht Metter, Vorstandsvorsitzender der AMERIA AG, war es vor allem eine Sache, die maßgeblich dazu beigetragen hat:

„Wir haben das ‚Internet of Things‘ von Beginn an in unserer Produktentwicklung mitgedacht und mit unserer ‚Connected Experience‘ ein cloudbasiertes, digitales Ökosystem entwickelt. Über dieses können wir gleichzeitig digitale Touchpoints miteinander vernetzen, Nutzerdaten generieren, die bei der individuellen Kundenansprache helfen, und spannende, interaktive Einkaufserlebnisse bieten, die Menschen am Point of Sale begeistern. Dazu braucht man Top-Experten, die unsere Kunden und ihre Bedürfnisse verstehen. Denn nur so ist es möglich, Entwicklungen vorauszusagen und die dafür richtigen Lösungen zu entwickeln – deshalb wissen wir heute genau, mit welchen Ansätzen wir beispielsweise den Umsatz eines Einzelhändlers optimal unterstützen“, erklärt der 39-Jährige.

Entsprechend habe sich das Geschäftsmodell auch vom anfänglichen Projektgeschäft für Großkunden hin zu selbst entwickelten, miteinander vernetzten Lösungen gewandelt. Das erste neue Produkt: ein „Digitales Schaufenster“. Hier sprach ein Avatar potentielle Interessenten aktiv an, stellte aktuelle Angebote vor und lockte Kunden in die Läden.

„Ausgangspunkt war der Gedanke, dass Online-Händler ihre Kunden mit individuellen Shopping-Vorschlägen zum Geldausgeben verleiten. Vergleichbares gab es im stationären Handel noch nicht. Also haben wir das geändert“, so Dr. Johannes Tröger, Senior Vice President Strategy & Business Development der AMERIA AG. Dabei half die erste Finanzierungsrunde auf Companisto, bei der Ameria im Jahr 2016 in kurzer Zeit 1,1 Mio. Euro einsammeln konnte.

Schnelle Weiterentwicklung der Produktpalette

Doch schon während der Realisierung der ersten Projekte kamen die Unternehmen mit neuen Wünschen auf die Heidelberger Digitalisierungs-Experten zu. Sie suchten eine Möglichkeit, eine solche Lösung direkt neben den zu verkaufenden Produkten einzusetzen. Zudem sollte sie Informationen darüber liefern, was die Kunden genau in den Filialen machen. Und die persönlichen Daten der Kunden für individuelle Angebote sammeln. Also entwickelte Ameria kurzerhand das nächste eigene Produkt: „Virtual Promoter“ – bis heute eines der Aushängeschilder des Unternehmens. Dabei handelt es sich um ein freistehendes 84 Zoll-Display mit einem lebensgroßen Avatar. Dieser ist komplett durch Gesten steuerbar und regt die Besucher eines Ladengeschäfts aktiv zur Interaktion an.

Auch hier standen die Companisten Ameria zur Seite: Anfang 2017 ermöglichte eine zweite Finanzierungsrunde mit einer Investmentsumme von 1,4 Mio. Euro die Entwicklung und Fertigung des neuen Produkts. „Unser ‚Virtual Promoter‘ kann einzelne Angebote erklären und zusätzliche Informationen bereitstellen oder spielerisch ein Markenerlebnis aufbauen. Das funktioniert am besten mit Gewinnspielen oder virtuellen Fotoboxen“, erläutert Dr. Marcus Götz, Vorstand und CTO von Ameria.

„Virtual Promoter“ – bereits 2016 patentiert – ist bis heute eine weltweit einzigartige Lösung. Denn im Laufe der Zeit entwickelte sie sich zum Ausgangspunkt für neue, vernetzte Anwendungen, die heute über eine zentrale Plattform verbunden sind, miteinander interagieren und Daten austauschen. Dank Erweiterungen mit Hilfe von Augmented Reality und Beacons können sich Kunden nun beispielsweise im Autohaus im ersten Schritt über ihr Traumauto informieren. Danach haben Sie die Möglichkeit, ihre persönliche Konfiguration zusammenzustellen und diese an einem Modell in 3D anzeigen zu lassen. Passt alles, kann diese „Wunschliste“ mit einem Wisch an den Kundenberater übertragen werden.

Am Point of Sale werden die Ameria-Produkte also vor allem dafür eingesetzt, die Aufmerksamkeit des Endkunden und damit steigende Verkaufszahlen zu erreichen. Der große Vorteil: Die Plattform ist an die Anforderungen vieler Branchen anpassbar. Entsprechend setzen immer mehr Unternehmen „Virtual Promoter“ ein. Ob Porsche, Deutsche Bank, Bayer, Lego oder Haribo – sie alle haben bereits von der Ameria-Lösung profitiert.

Immer weiter, besser, erfolgreicher!

Doch bei Ameria gibt es keinen Stillstand. Der Digitalisierungs-Spezialist entwickelt sich stetig weiter. Deshalb führten die jahrelangen Erfahrungen im Handel und der intensive Austausch mit den Kunden zum nächsten konsequenten Schritt: der Entwicklung einer End-to-End-Lösung für den umfassenden Betrieb digitaler Geräte auf stationären Flächen, der cloudbasierten „Connected Experience“ (CX). Mit ihrer Hilfe können Ameria-Kunden schnell und einfach selbst Inhalte erstellen und dann auf den bereits in den Filialen eingesetzten Bestandsgeräten ausgeben. Letzteres war bei der Vielfalt und dem oft sehr unterschiedlichen Alter der vor Ort eingesetzten Hardware lange Zeit ein großes Problem. Insbesondere dann, wenn mehrere digitale Geräte verschiedener Anbieter eingesetzt wurden, beispielsweise Touch-Screens, 3D-Brillen oder Tablets.

Dank der CX und ihrem zentralen Bestandteil, dem „CX Manager“, sind diese Zeiten vorbei. Nun ist es möglich, alle Geräte über die Ameria-Plattform zentral zu steuern, zu überwachen und mit neuen Inhalten zu bespielen. Mehr noch: Im Zusammenspiel mit den weiteren Ameria-Lösungen kann auch alte Hardware nun Kundeninformationen zurückliefern. „Damit ermöglichen wir es den Unternehmen, ihre Kunden auf ganz neue Art anzusprechen und zu begeistern – und das mit minimalem Aufwand und Mitteleinsatz“, erläutert Alice Becker, Partner Manager bei Ameria, den neuen Ansatz. Entsprechend hoch ist das Absatzpotential – und der Erfolg: Anfang November 2018 wurden weltweit bereits mehr als 3.400 digitale Touchpoints an über 460 Standorten über den CX Manager betrieben.

Mit der neuen IoT-Lösung hat sich auch das eigene Erlösmodell nachhaltig verändert: Das Heidelberger Unternehmen agiert jetzt als Software-as-a-Service-Anbieter. Die Risiken von Hardware-Produktion, -Vertrieb und -Wartung sind vollständig ausgelagert. Stattdessen basiert das Geschäftsmodell nun vor allem auf Lizenzgebühren, die pro Ausgabegerät anfallen, der Beratung sowie der Produktion zielgruppenspezifischer Inhalte.

Das Konzept ist sehr erfolgversprechend, besonders vor dem Hintergrund der hohen Skalierbarkeit der CX. Ein Vorteil, da immer mehr Konsumgüterhersteller gemeinsam mit dem Handel individuelle Marketingaktionen durchführen wollen. Und auch Autohersteller gehören zu den Interessenten, denn im Autohandel hat gerade eine disruptive Phase begonnen. Langfristig führt das zu neuen Store-Formaten in Innenstadtlagen mit verstärkten digitalen Angeboten. Hier hat Ameria im Rennen um die passenden Angebote gleich mehrere Wagenlängen Vorsprung – nicht zuletzt durch eine Kooperation mit Mackevision, dem weltweiten Marktführer in der 3D-Visualisierung von Automodellen.

Ein Ausblick

Die Basis dafür hat der Heidelberger Digitalisierungs-Spezialist bereits geschaffen: Im Juni dieses Jahrs wurde das Unternehmen in eine AG umgewandelt. Damit ging Ameria einen wichtigen Schritt, um mit internationalen Partnern weiter auf Augenhöhe verhandeln und agieren zu können. Dass das keine Zukunftsmusik ist, zeigt eine Partnerschaft mit Accenture, einem der weltweit größten Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleister mit rund 450.000 Mitarbeitern. Und auch SAP hat bereits angeklopft. Hier könnte Ameria zukünftig als Schnittstelle zwischen dem Softwarekonzern und den Endkunden fungieren und mit Hilfe seiner Cloud-Plattform Kundendaten, die auf der stationären Fläche entstehen, nutzbar machen.

Dem Erfindungsreichtum des Heidelberger Teams sind dabei keine Grenzen gesetzt: Neben dem IoT-Gedanken, der allen Ameria-Produkten zugrunde liegt, greifen sie bei der Neu- und Weiterentwicklung der Produkte bereits aktuelle und innovative Trends wie Künstliche Intelligenz (KI), Chatbot-Integration oder 3D-Drucker auf und integrieren sie in neue Lösungen. Entsprechend hoch ist das Interesse potentieller Partner und Kunden: Mehrere multinationale Konzerne gehören bereits zu den Ameria-Kunden – und viele weitere sollen über die Partner Accenture und Mackevision folgen. Getreu dem Unternehmens-Motto „Pioneering Tomorrow“ nimmt Ameria also Kurs auf eine erfolgreiche Zukunft.

„Es ist unser erklärtes Ziel, Weltmarktführer für digitale Lösungen im öffentlichen und halböffentlichen Raum zu werden. Dafür sind wir gut aufgestellt. Wir sind in neun verschiedenen Branchen aktiv, haben aufmerksamkeitsstarke digitale Anwendungen für Messen, Events und die interne Kommunikation im Portfolio und adressieren Zukunftsthemen wie Smart City und die Digitalisierung des öffentlichen Raums. Zudem kooperieren wir mit weltweit bekannten Unternehmen – unserem weiteren Wachstum steht also nichts im Weg“, fasst Albrecht Metter zusammen.

Und Companisten können hiervon profitieren: In Kürze startet der Digitalisierungs-Spezialist eine neue Finanzierungsrunde mit Eigenkapital-Beteiligungen auf Companisto. Dabei handelt es sich um die größte Crowdinvesting-Kampagne, die je in Deutschland durchgeführt wurde. Augen aufhalten und dabei sein lohnt sich also!

Weitere Informationen zur Finanzierungsrunde der AMERIA AG auf Companisto finden Sie hier


Lesen Sie diesen und andere spannende Beiträge in der neuen Ausgabe der Deal-Lights Q4/18


 

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