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Investment-Trends 2018

Anlageformen und Strategien

Die 10 wichtigsten Chancen und Risiken

10 Minuten Lesezeit

Mit 2017 geht ein starkes Börsenjahr zu Ende. Nun beginnt ein neues Jahr mit neuen Herausforderungen. Wir blicken auf das Jahr 2018 und sehen uns dabei besonders die Chancen und Risiken an, die Investoren im Auge behalten sollten. Was werden 2018 die Wachstumstreiber der Wirtschaft sein?

Welche Trends sollten sie im Blick haben? Und welche Ereignisse könnten die Kurse auf Talfahrt schicken?

 

 

1. Technologie-Investments bleiben Wachstumstreiber an den Börsen

 

Technologie-Firmen aus den USA und China waren im letzten Jahr der Wachstumstreiber für den Aufschwung der weltweiten Börsen. Unter den besten Geldanlagen 2017 waren auch die sogenannten FANG-Aktien (Facebook, Amazon, Netflix und Google/Alphabet), die eine Jahresperformance von 49,3 Prozent erreicht haben. Auch Apple (+53,3%) und Microsoft (+38,3%) legten eine starke Performance hin.

Seit dem Sommer vergangenen Jahres spiegelt sich dieser Aufschwung auch in der Liste der weltweit wertvollsten Unternehmen wieder. Die sechs wertvollsten Unternehmen – Apple, Alphabet, Microsoft, Amazon, Facebook und Alibaba – waren alle mit Venture Capital finanzierte Technologie-Unternehmen. Der Vormarsch der Tech-Riesen wird sich aller Voraussicht nach auch 2018 weiter fortsetzen.

Zu den spannendsten Technologie-Trends, die Investoren 2018 im Auge behalten sollten, zählen 3-D-Drucker, kommerzielle Drohnen, Cloud Computing, E-Mobilität, Künstliche Intelligenz (KI), Machine Learning (ML) sowie Blockchain-Anwendungen. Letztere haben besonders durch den Boom bei Kryptowährungen ein großes öffentliches Interesse erzeugt und 2018 könnte das Jahr werden, in dem sich im Bereich Blockchain die Spreu vom Weizen trennt. Auch für Investitionen außerhalb der Börsen - wie zum Beispiel im Crowdinvesting - werden sich diese Trends weiter fortsetzen.

 

2. Schwellenländern legen starke Performance hin

Im vergangenen Jahr sorgten Schwellenländer wie China, Indien, Mexiko und Brasilien für Freude unter Investoren. So legte beispielsweise der Schwellenländer-Index MSCI Emerging Markets 2017 um etwa 30 Prozent zu. Wenn man den Finanzexperten Glauben schenkt, wird sich dieser Trend 2018 fortsetzen.

Sowohl die US-Investmentbank Goldman Sachs als auch die Schweizer Großbank Credit Suisse gehen in ihren Prognosen für das Jahr 2018 von einem robusten Weltwirtschaftswachstum aus. Beide Finanzinstitute sind sich darin einig, dass der Löwenanteil des Wachstums dabei nicht aus den Industriestaaten, sondern aus den Schwellenländern kommen wird.

Beide Banken empfehlen ihren Kunden daher, in Aktien aus Schwellenländern zu investieren und diese im Portfolio stärker zu gewichten als Aktien aus Industrieländern. Die Analysten von Goldman Sachs gehen davon aus, dass etwa der Schwellenländer-Index MSCI Emerging Markets auch 2018 um weitere 15 Prozent steigen wird. Als Grund führen sie steigende Unternehmensgewinne in China und Indien an.

 

3. Nachhaltiges Investieren gewinnt an Bedeutung

Investitionen in nachhaltig wirtschaftende Unternehmen, die ein langfristiges Ziel verfolgen statt nur von Bilanz zu Bilanz zu denken, zahlen sich auch für Investoren aus. Zu diesem Ergebnis kommen mehrere Untersuchungen, die sich mit dem sogenannten Impact Investing befassen.

„Diese Unternehmen besitzen aufgrund ihrer derzeitigen Bewertung das größte Kurspotenzial und sind dank der Kompetenz ihres Managements und der bewährten Praktiken, die sich in ihrer starken Performance im Hinblick auf Nachhaltigkeit niederschlagen, weniger mit Verlustrisiken behaftet”, sagt Christopher Greenwald, Head of Sustainable & Impact Investing Research.

Nachhaltiges Investieren (auch Impact Investing genannt) wird eine zunehmend wichtige Rolle im Finanzsektor spielen. Davon zeigen sich auch die Experten der Credit Suisse überzeugt und begründen dies mit der steigenden Bedeutung junger Generationen. Vor allem die „Millennials“ werden „[…]bald die dominante Generation in der aktiven Arbeitsbevölkerung weltweit sein“, so die Credit-Suisse-Analysten. Und für sie spielt Nachhaltigkeit bei Konsumgütern wie auch bei der Geldanlage eine entscheidende Rolle.

 

4. Euro setzt Aufwärtstrend fort

Der Euro hat ein starkes Jahr 2017 hinter sich. Er konnte gegenüber dem US-Dollar und dem japanischen Yen deutlich an Wert zulegen. Wenn man den Analysten von Goldman Sachs glaubt, wird sich dieser Aufwärtstrend weiter fortsetzen, insbesondere gegenüber dem Yen. Zurzeit kostet ein Euro rund 132 Yen. Goldman glaubt, dass der Euro zum Ende des Jahres 2018 bei 140 Yen notiert.

Als Grund führt die Investmentbank zwei Gründe an: Zum einen sieht sie europäische Aktien weiter im Aufwind, während sie erwartet, dass die Europäische Zentralbank langsam aus ihrer lockeren Geldpolitik aussteigt. Demgegenüber ist in Japan für Goldman-Analysten kein Ende der ultralockeren Geldpolitik in Sicht. Zusammen mit dem ungelösten Demografie-Problem und der höchsten weltweiten Staatsverschuldung könnte dies den Yen weiter unter Druck setzen.

 

5. Nachfrage für Industrie-Metalle steigt weiter an

2017 war ein starkes Jahr für Rohstoffe, besonders für Metalle, die in industriellen Fertigungsprozessen zum Einsatz kommen: Kupfer, Kobalt und Lithium. Kobalt konnte seinen Preis in einem Jahr von 33 Euro pro Kilogramm auf 82 Euro pro Kilogramm mehr als verdoppeln (+256%). Auch Lithium legte eine starke Performance hin, der Preis stieg zwischen Dezember 2016 und August 2017 um rund 2.300 Dollar (+121%). Und der Kupferpreis je Kilogramm kletterte in einem Jahr von etwa 5,75 Dollar auf 6,53 Dollar (+13%).

Sowohl Goldman Sachs als auch Credit Suisse gehen von einem robusten Weltwirtschaftswachstum für das Jahr 2018 aus. Das Bedeutung, dass die Nachfrage nach diesen Metallen weiterhin hoch  bleiben dürfte. Um davon zu profitieren, empfiehlt die Investmentbank ihren Kunden, in Währungen aus Ländern zu investieren, die diese Metalle abbauen. Dazu gehören beispielsweise die Rohstoffländer Brasilien, Chile und Peru.

 

 

1. Zinserhöhung in den USA dämpft Wirtschaftswachstum

Soviel ist klar: Die US-Notenbank Federal Reserve wird 2018 sukzessive aus ihrer ultra-lockeren Geldpolitik aussteigen. Anfang Februar tritt Janet Yellen als Fed-Vorsitzende zurück. Ihr Nachfolger Jerome Powell wird den eingeschlagenen Kurs fortsetzen. Am 20. März steht das erste Fed-Meeting an, bei dem mit einer Erhöhung des Leitzinssatzes gerechnet wird. Es folgen drei weitere Sitzungen am 12. Juni, 25. September und 18. Dezember.

Viele Teilnehmer am Finanzmarkt gehen offenbar davon aus, dass die Fed die Zinsen nur einmal anhebt. Anders sehen das die Analysten von Goldman Sachs. Sie rechnen damit, dass die Fed sogar bei allen vier Meetings eine Zinserhöhung verkündet. Die Folge wären fallende Kurse bei US-Staatsanleihen und ein Ende der „Ära des billigen Geldes“.

Die Kapitalkosten würden nach Jahren der Niedrigzinsen wieder steigen. Dies hätte auch Auswirkungen auf die Kurse fast aller Finanzprodukte. Wie die Börse auf einen solchen Schritt reagieren würde, ist ungewiss. Denn nach Ansicht der Goldman-Analysten haben die Händler eine schnelle Erhöhung der Leitzinsen keineswegs eingepreist und könnten davon überrascht werden.

 

2. Unternehmensverschuldung in China erreicht kritisches Ausmaß

China spielt für die Konjunktur der Weltwirtschaft eine sehr wichtige Rolle. Die chinesische Wirtschaft ist nach der US-amerikanischen Wirtschaft die zweitgrößte weltweit und steht laut Angaben des World Economic Forums (WEF) für rund 15 Prozent der Weltwirtschaftsleistung. So verwundert es nicht, dass die Akteure auf dem Finanzmarkt sich immer wieder intensiv mit dem Land beschäftigen. Eine Zahl, die besonders westliche Finanzanalysten besonders interessiert, ist die Höhe der Unternehmensverschuldung in China.

Chinas Wirtschaft hat in den letzten anderthalb Jahren von der Erholung der Weltwirtschaft in Form steigender Exporte profitiert. Um das Wachstum zu finanzieren, haben chinesische

Firmen hohe Schulden angehäuft. Aufgrund der niedrigen Zinsen wurden diese Schulden oftmals in Dollar aufgenommen. Spätestens wenn die Zinsen wieder steigen, könnte das zum Problem für Chinas Wirtschaft und damit auch für die Weltwirtschaft werden.

„Das Hauptproblem ist, dass die Unternehmensverschuldung zu hoch ist“, warnte der chinesische Zentralbank-Chef Zhou Xiaochuan im November 2017 auf einem Symposium in Washington. Die politische Führung Chinas will den Verschuldungsgrad der Unternehmen verringern, was den chinesischen Anleihemarkt unter Druck bringen wird. Am Ende wird sich zeigen, ob sie bereit ist, einige überschuldete Unternehmen Pleite gehen zu lassen, um das Problem nachhaltig zu lösen.

 

3. Einwanderungspolitik der USA bremst Innovationen

US-Präsidenten Donald Trump will die Einwanderungspolitik der USA verschärfen. Der Technologiesektor in den USA könnte davon am stärksten betroffen sein. Die Unternehmen aus dem Silicon Valley beziehen derzeit die meisten Arbeitskräfte aus Ländern, die von der neuen Visa-Regelung (H-1B Visas) betroffen wären. Byron Deeter, Manager des Risikokapitalgebers Bessemer Venture Partners, warnt vor den Folgen.

„Die Daten zeigen, dass 51% Prozent der Unternehmen im Technologiesektor mit über einer Milliarde Dollar Marktkapitalisierung von mindestens einem Gründer mit Migrationshintergrund gegründet wurden. Wenn Sie das zurückdrosseln oder wenn Sie beginnen, die Einwanderung zu begrenzen, wird es katastrophale Auswirkungen auf die Innovationswirtschaft geben“, so Deeter gegenüber Fortune.

 

4. Nachlässigkeit der Investoren

Wenn die Aktienmärkte wie in den letzten Jahren außerordentlich widerstandsfähig steigen, neigen die Anleger dazu, nachlässig zu werden. Sie laufen dann Gefahr, der Herde hinterher zu laufen, um den Aufschwung am Aktienmarkt nicht zu verpassen. Anlagen in passiven Aktienfonds (ETFs) nehmen tendenziell zu, während die Risikowahrnehmung tendenziell abnimmt, solange bis es zu einer unvermeidlichen Korrektur kommt.

Nach der letzten Finanzkrise hat der US-Aktienmarkt angetrieben durch die Geldpolitik der Notenbanken eine beispiellose Hausse hingelegt. Wenn die Börse bis zum Sommer weiter steigt, ist dies die längste Rallye in der Geschichte. Savita Subramanian, Managing Director der Bank of America Merrill Lynch, sieht dies auch als ein Warnsignal.

„Es fühlt sich irgendwie beunruhigend an. Bis zum nächsten Juli, wenn der Markt weiter steigt, werden wir offiziell die längste Hausse in der Geschichte sein, nach technischen Definitionen. Und es fühlt sich nicht gut an, jetzt Aktien zu kaufen“, so Subramanian gegenüber Fortune. Oder mit den Worten von Warren Buffett: „Seien Sie ängstlich, wenn andere gierig sind. Und seien Sie gierig, wenn andere ängstlich sind.”

 

5. Geopolitische Risiken

Zu Beginn des letzten Jahres waren Investoren aufgrund der US-Wahl und des Brexits noch sehr empfindlich für geopolitische Risiken. Doch im Laufe des Jahres zeigte sich  der Aktienmarkt dann unbeeindruckt von solchen Risiken. Trotz einer verstärkten Spannung auf der koreanischen Halbinsel stiegen die Börsenkurse auf neue Allzeithochs. Doch die geopolitischen Risiken bleiben bestehen und Investoren sollten sie im Blick behalten.

Zu den größten zählen die belasteten Beziehungen zwischen den USA und Nordkorea, die angespannte Situation im Nahen Osten und die Unberechenbarkeit des US-Präsidenten Donald Trump. Für  Byron Deeter von Bessemer Venture Partners gehen vom US-Präsidenten gleich mehrere Risiken für den Aktienmarkt aus. „Meiner Meinung nach ist er das größte Risiko geopolitisch, sowohl in Bezug auf die Steuer- und Einwanderungspolitik [...] als auch auf die internationale politische Stabilität“, so Deeter gegenüber Fortune.

Eine andere Gefahr sieht Ian Bremmer, Gründer des Thinktanks Eurasia Group, der sich auf die Beratung politischer Risiken spezialisiert hat. „Der Markt unterschätzt auch die Wahrscheinlichkeit eines großen Cyberangriffs gegen die kritische Infrastruktur eines großen Landes. Das ist nicht im Preis festgesetzt und ist ein viel erhöhtes Risiko, als es zu sein pflegte - mehr als ein tatsächlicher Ausbruch des Krieges in Nordkorea.“

 

Was denken Sie werden die Investment-Trends für 2018 sein? 

Stand vom 26.01.2018 00:00


 

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André Jasch

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