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von Christoph Fabian Schweizer

Geht's nicht auch einfach? Weshalb Standardisierung bei den Terms allen nutzt

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Geht's nicht auch einfach? Weshalb Standardisierung bei den Terms allen nutzt

Als einer der aktivsten Startup Finanzierer haben wir über viele Jahre hinweg einen Standard Term Sheet entwickelt, welcher auf knapp drei Seiten in verständlichen Worten so formuliert ist, dass jedes Team auch ohne anwaltliche Beratung damit zurechtkommt. Natürlich raten wir nicht davon ab, einen anwaltlichen Berater zu beauftragen, aber es ist aus unserer Sicht nicht notwendig, da sich an den standardisierten Terms durch die Beauftragung nichts ändert.

Vorteile des standardisierten Term Sheets

Dabei ist ein Term Sheet für uns faktisch bindend, da wir nach Unterschrift nicht mehr von der Finanzierung zurücktreten und alle Verträge rund um unsere Beteiligung eins zu eins so umsetzen, wie es im Term Sheet definiert ist. Warum machen wir das: Weil wir es einfach halten wollen und die Terms im Alltag und auch bei der nächsten Finanzierungsrunde für alle verständlich sein sollen.

Nachdem wir dieses Term Sheet seit 2019 in der immer gleichen Form verwenden und es bislang zu ca. 60 erfolgreichen Finanzierungen geführt hat, können wir mit einer gewissen Berechtigung behaupten, dass dieses Term Sheet gleichermaßen Gründer und Investoren freundlich ist und gleichzeitig beiden Seiten die notwendigen Kontroll- und Mitwirkungsrechte einräumt. Sonst hätten es nicht so viele Parteien nach Prüfung unterschrieben.

Hürden bei der Umsetzung durch bestehende Verträge

Probleme gibt es immer dann, wenn vor uns andere einzelne Investoren „eingestiegen“ sind und dabei häufig wenig pragmatische und oft auch überzogene Konditionen in die Verträge eingeflossen sind. Wir müssen dann vor allem die bestehenden Investorengesellschafter oft aufwändig davon überzeugen, dass sie die Gesellschaften in eine nur noch schwer finanzierbare Situation gebracht haben (dies gilt auch für Wandeldarlehensgeber, deren hohen Discounts im Zuge einer Wandlung die Finanzierung oft scheitern lässt). Oftmals haben gerade die frühen Teams dann auch gar nicht mehr die finanzielle Reichweite, um sich in aufwändige Vertragsverhandlungen zur „Reparatur“ ihrer CapTable und Governance einzulassen - und drohen deswegen zu scheitern.

Tipps bei der Verhandlung von Term Sheets

Daher unser Appell an alle Marktteilnehmer: versucht die Vereinbarungen beim Term Sheet einfach und fair zu halten. Packt in die anschließenden Verträge nur das rein, was unbedingt notwendig ist und verkompliziert die Bedingungen nicht unnötig (z.B. durch Stimmrechtsverhältnisse, die von den gehaltenen Nominalanteilen abweichen / einer zu restriktiven Geschäftsordnung, die die Geschäftsführer zu Junior-Managern degradiert / unterschiedlichen Liquidationspräferenzen, etc.). Ein individuell erstellter Satz an Beteiligungsdokumenten basierend auf bewährten Standards ist dennoch notwendig. Die Verwendung von reinen Templates aus dem Netz ist nicht zielführend (die GESSI Vorlagen sind sehr gut, bedürfen aber aus unserer Sicht immer auch noch mal der individuellen Anpassung).

Über die Zeit werden die Verträge dann durch den Zutritt neuer Partner natürlicherweise immer komplexer. Auch hier versuchen wir immer, pragmatisch und verständlich zu bleiben. Denn wir sind der Meinung, dass ein Management immer in der Lage sein muss, einen die Gesellschaft betreffenden Vertrag auch ohne anwaltliche Beratung verstehen zu können und versuchen dazu unseren Beitrag zu leisten. Am Ende erhöht dies die Transaktionswahrscheinlichkeit, senkt die Kosten für alle Beteiligten und schafft einen echten Mehrwert.


 

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