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Startup-Investments in Krisenzeiten

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Welche Gründe dafür sprechen

6 minute read

Startup-Investments gegen steigende Kreditzinsen

Die Finanzmärkte befinden sich aktuell aus mehreren Gründen in einer angespannten Situation. Einer der Hauptgründe ist, dass die wichtigste Notenbank der Welt – die US Federal Reserve – angekündigt hat, die seit vielen Jahren anhaltende Niedrigzinsphase in diesem Jahr beenden zu wollen und erstmals wieder die Leitzinsen anzuheben. Langfristig sind das gute Nachrichten für Investoren. Denn seit Jahren haben sie aufgrund niedriger Zinsen erhebliche Probleme, mit konservativen Geldanlagen wie Festgeldkonten oder Anleihen noch Renditen zu erwirtschaften. Kurzfristig jedoch könnte eine Zinserhöhung Turbulenzen an den Börsen auslösen.

Eine Zinsanhebung könnte das ein oder andere an der Börse gehandelte Unternehmen vor ernsthafte Finanzierungsschwierigkeiten stellen. Wenn die Leitzinsen angehoben werden, steigen die Kosten für Banken, sich von der Zentralbank mit frischem Geld zu versorgen. Diese Kosten reichen sie an ihre Kreditkunden in Form steigender Kreditzinsen weiter. Für Unternehmen, die darauf gesetzt haben, dass die Phase niedriger Zinsen noch weitere Jahre anhält, könnte eine Zinserhöhung daher zu Problemen führen, die sie in wirtschaftliche Schieflage bringen.

Startups sind dagegen in der Regel nicht kreditfinanziert. Sie erhalten den Großteil ihres Kapitals von Wagniskapitalgebern wie Venture Capital Fonds oder Business Angels. Auch in späteren Unternehmensphasen setzen in Deutschland nur verhältnismäßig wenige Startups auf eine Fremdfinanzierung. Der Hauptgrund dafür ist oftmals, dass Banken in der Vergangenheit sehr zurückhaltend waren bei der Kreditvergabe an Startups – sei es aus Mangel an Sicherheiten seitens der Startups oder aus Mangel an Verständnis für ein digitales Geschäftsmodell seitens der Banken.

 

Startup-Investments als Inflationsschutz 

Jahrelang mussten sich Investoren keine Gedanken um Inflation machen. Die Inflationsraten lagen in Deutschland und europaweit deutlich unter der Zwei-Prozent-Marke. Doch spätestens seit 2021 ist die Inflation zurück. In diesem Jahr lag sie durchschnittlich bei 3,1 Prozent. Und für 2022 rechnet das ifo-Institut mit einer Inflationsrate von 4,4 Prozent. Damit erreicht die Inflation in Deutschland den höchsten Stand seit 30 Jahren. In den USA ist die Inflation sogar noch höher. Dort liegt sie derzeit bei 7,9 Prozent und damit auf dem höchsten Stand seit 40 Jahren. Leider scheint dies auch kein kurzzeitiges Phänomen zu sein. Führende Ökonomen rechnen damit, dass sich Verbraucher und Investoren für einige Jahre auf hohe Inflationsraten einstellen müssen.

Für Investoren bedeutet eine höhere Inflation, dass ihre Renditen deutlich geschmälert werden. An den Aktienmärkten wurden in den letzten Jahren beispielsweise durchschnittlich 8 Prozent Nominalrendite erwirtschaftet. Nach Abzug der Inflation liegt die Realrendite jedoch unter 4 Prozent. Daher sind Investoren derzeit fieberhaft auf der Suche nach Anlagemöglichkeiten, die einen gewissen Inflationsschutz mitbringen. In Zeiten steigender Inflation ist es nicht ratsam, sein Geld auf der Bank zu lassen. Vielmehr sollten Investoren in Sachwerte investieren, die ihren Wert auch bei hoher Inflation behalten. Dazu zählen neben Immobilien und Edelmetallen auch Unternehmensanteile. Dabei gilt es jedoch zu unterscheiden zwischen Aktien von Unternehmen, die an der Börse gehandelt werden und Unternehmensanteilen von Startups. 

Seit der Finanzkrise hat sich die Geldmenge extrem ausgedehnt und der Großteil des neu geschaffenen Geldes landete an den Börsen. Aktienbewertungen sind historisch gesehen sehr hoch und das Börsenwachstum korreliert mit dem Geldmengenwachstum. Es kann riskant sein, darauf zu wetten, dass die Geldpolitik auch in den nächsten zehn Jahren so locker bleibt wie in den vergangenen Jahren. Dagegen werden Startups nicht an der Börse gehandelt und unterliegen daher auch nicht so stark den dort vorherrschenden Inflationsaspekten.   

Selbst zu Krisenzeiten weisen sie eine stabile Performance auf. So verzeichnete Deutschland während der Corona-Krise die bisher höchsten Startup-Bewertungen und die stiegen sogar mit steigender Inflation. So war 2021 das Jahr, in dem die Inflation in Deutschland mit über 3 Prozent zurückkehrte an die Finanzmärkte. In diesem Jahr legten Startup-Bewertungen von ihren bisherigen Höchstständen noch einmal um durchschnittlich 10 bis 15 Prozent zu. Auch die durchschnittliche Jahresrendite war 2021 etwa doppelt so hoch, wie in den vergangenen fünf Jahren.

 

Startup-Investments als Schutz gegen kurzfristige Krisen 

Startup-Investments sind langfristige Geldanlagen. Der Investmenthorizont einer Investition in Startups liegt zwischen 5 und 10 Jahren. Solange dauert es in der Regel, bis das Startup einen Exit hinlegt – sei es durch einen Börsengang oder eine Übernahme durch ein anderes Unternehmen. Dieser Aspekt sollte bei Startup-Investments immer beachtet werden. Aber er birgt auch eine Chance für Investoren, denn kurzfristige Krisen wirken sich auf diese Investitionen nicht so stark aus, wie beispielsweise auf börsengehandelte Aktien. Und langfristig gesehen ist der Wertzuwachs – ähnlich wie bei Aktien – trotz möglicher Krisen positiv.

Da die meisten Startups digitale Geschäftsmodelle haben, sind sie besser geschützt gegen Rohstoff-Risiken. Aktuell etwa sehen sich eine Menge Unternehmen mit diesem Risiko konfrontiert. Durch die Krise in der Ukraine und in Russland werden lange ignorierte Abhängigkeiten von russischen Rohstoffen wie Gas, Kohle und Öl neu bewertet. Und durch die verhängten Sanktionen sowie die vorherrschende Inflation verteuern sich diese Rohstoffe nun dramatisch. Die meisten Startups dürften davon allerdings unberührt bleiben, da teurere Rohstoffe ihr digitales Geschäftsmodell nicht gefährden. 

Startups sind Innovationstreiber. Sie entwickeln die Ideen und Produkte, die die Welt von morgen entscheidend prägen werden. Sei es künstliche Intelligenz, Medizintechnik oder Energietechnologie – überall sind junge Unternehmen an vorderster Front der technologischen Entwicklung. Diese Innovationen finden aber fast ausschließlich im Wagniskapitalbereich statt und nicht an der Börse. Zwar sollten Investoren immer nur einen kleinen Teil ihres frei verfügbaren Kapitals in Wagniskapital investieren, doch diese Position kann sich langfristig auszahlen. Denn in Zeiten schwindender Renditen kann genau diese Position das gesamte Portfolio in den grünen Bereich bringen.

Status as of 20.04.2022 11:41


 

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André Jasch

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