Gesamtkapitalrendite

Gesamtkapitalrendite

Gesamtkapitalrendite (Englisch: Return on Assets, (ROA), auch Gesamtkapitalrentabilität, Kapitalrentabilität, Unternehmensrentabilität, Unternehmensrendite oder Kapitalrendite genannt) ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, um zu messen, wie effizient das gesamte eingesetzte Kapital innerhalb eines bestimmten Zeitraums in einem Unternehmen eingesetzt wurde. Sie beschreibt also die Verzinsung des gesamten, eingesetzten Kapitals. Das Gesamtkapital setzt sich aus Eigenkapital, also aus Mitteln der Gesellschafter, und Fremdkapital, also Mitteln der Investoren und Anleger, zusammen. Unter Fremdkapital zählen Darlehensschulden, Bankschulden, Rückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten.

Je höher die Gesamtkapitalrendite, desto effizienter wird das Kapital im Unternehmen eingesetzt. Eine niedrige Gesamtkapitalrendite kann dagegen darauf hindeuten, dass Kapital auf eine ineffiziente Art und Weise im Unternehmen gebunden ist. Die Gesamtkapitalrendite kann erhöhte werden, in dem der Reingewinn des Unternehmens erhöht wird, oder in dem eine Umschichtungsfinanzierung mittels Kapitalfreisetzung vollzogen wird.

Im Gegenteil zur Eigenkapitalrendite wird bei der Gesamtkapitalrendite die ungewünschte Hebelwirkung (Englisch: Leverage-Effekt) umgangen. Man spricht vom Leverage Effect, wenn ein Anstieg an Fremdkapital zu einer höheren Eigenkapitalrendite führt, obwohl sich der operative Gewinn nicht erhöht hat. Das Ergebnis ist durch den Anstieg an Fremdkapital verzerrt.  

Die  Eigenkapitalrendite wächst also bei steigender Verschuldung. Doch dabei wird nicht berücksichtigt, dass durch den verstärkten Einsatz von Fremdkapital auch die Risiken des Unternehmens steigen. Es muss vermehrt Zinszahlungen leisten. Dadurch erhöht sich die Gewinnschwelle, die erreicht werden muss, damit das Unternehmen noch profitabel ist. Der Leverage Effect kann also dazu führen, dass das Unternehmen trotz steigender Eigenkapitalrentabilität Verluste schreibt.

Zur Berechnung werden Reingewinn, Fremdkapitalzinsen und Gesamtkapital in ein Verhaltnis zueinander gesetzt. Der Reingewinn ist der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) zu entnehmen. Die Fremdkapitalzinsen sind Betriebsausgaben, die zuvor vom Gewinn abgezogen wurden und nun wieder als Fremdkapitalkosten miteinbezogen werden müssen. Das Gesamtkapital ergibt aus der Summe von Eigen- und Fremdkapital. Mathematisch ausgedrückt bedeutet dies:

Gesamtkapitalrendite = (Reingewinn + Fremdkapitalzinsen) / Eigenkapital + Fremdkapital

Oder:

Gesamtkapitalrendite = (Reingewinn + Fremdkapitalzinsen) / Gesamtkapital

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Quelle: Eigene Recherchen. Hierbei wurde u.a. auf Daten des Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) zurückgegriffen.
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