Spekulationsblase

Spekulationsblase

Als Spekulationsblase (auch Finanzblase oder einfach nur Blase genannt; Englisch: speculative bubble, financial bubble oder economic bubble) bezeichnet man in der Makroökonomie eine Situation an den Märkten, in der Preise für bestimmte Handelsgüter (z.B.: Lebensmittel oder Rohstoffe) oder Vermögensgegenstände (Aktien, Immobilien, Devisen, etc.) bei hohem Umsatz über ihrem inneren Wert gehandelt werden.  

Das Muster hinter einer Spekulationsblase verläuft fast immer gleich. Der Preis einer Ware steigt nicht mehr aufgrund ihrer Fundamentalwerte, sondern aufgrund der Hoffnungen, die in die Ware gesetzt werden. Das zieht Spekulanten an, die sich nicht für die Ware interessieren, sondern nur für kurzfristige Kursgewinne. Jede Vorsicht wird über Bord geworfen, stattdessen bestimmt Euphorie das Marktverhalten. Dadurch erhöht sich der Umsatz, der mit der Ware erzielt wird und die Preise steigen immer schneller, bis sie schließlich binnen kurzer Zeit kollabieren.

Die Gründe für Spekulationsblasen sind vielfältig und Gegenstand wissenschaftlicher Diskussion. Mit den  gängigsten Marktmodellen lassen sich Spekulationsblasen nicht erklären, da in die Marktteilnehmer in diesen Modellen über die vollständigen Informationen verfügen und rational handeln. Die meisten Erklärungen bauen also darauf auf, dass Marktteilnehmer unterschiedliche Informationsstände haben und teilweise irrational handeln. Der Forschungszweig der Neurofinanz hat inzwischen auch empirisch belegt, dass sich viele Anleger an den Finanzmärkten von Emotionen leiten lassen. Besonders in euphorischen Phasen während einer Spekulationsblase herrscht das Prinzip: „Gier frisst Gehirn“.

Zu den häufigsten Erklärungen einer Finanzblase zählt die Theorie des „Greater Fool“ (zu Deutsch: „größerer Narr“). Diese Theorie geht davon aus, dass sich im Markt immer ein Investor findet, der bereit ist, einen noch höheren Preis zu bezahlen, weil er seine eigenen Kenntnisse und Fähigkeiten überschätzt. Dadurch zahlen einige Investoren willentlich einen übertriebenen Preis, in der Annahme, trotzdem noch einen höheren Preis zu erzielen.

Auch der Herdentrieb gilt als ein Grund für das Auftreten von Spekulationsblasen. In den Sozialwissenschaften spricht man von einer Institutionalisierung, wenn ein Individuum an soziale Normen gebunden ist. Auf das Anlageverhalten übertragen bedeutet dies, dass Anleger sich nicht mehr auf die eigene Einschätzung verlassen, sondern auf die Einschätzung anderer – vermeintlich kompetenterer – Investoren.

Ein weiterer Grund für Blasen am Finanzmarkt kann Inflation sein. Wenn die Währung eines Landes rapide an Kaufkraft verliert, fliehen Anleger in andere Vermögenswerte und lösen dadurch einen künstlichen Boom dieser Werte aus. In der Absicht, die verfallende Kaufkraft ihres Geldes zu retten, investieren Anleger verstärkt in Immobilien oder Aktien.

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