von Roland Christoph Panter

Das „Klassentreffen der Fintech-Szene“ – die FinTech-Week

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Das „Klassentreffen der Fintech-Szene“ – die FinTech-Week

„Eine Woche. Eine Stadt. Das Beste zur Zukunft der Finanzen.“ Das ist das Motto der diesjährigen Fintech Week.

Mehr als 1.500 Akteure aus der Fintech- und der Bankenbranche finden sich dort zusammen, um die zukunftsweisenden Trends und Konzepte der Szene zu diskutieren und zu Netzwerken. Deutschlands größte Fintech-Veranstaltung wird vom 15 bis 20. Oktober stattfinden. 

Wir haben mit Robert Beddies und Carolin Neumann, Mitgründer und Gesellschafter der Fintech Week, über diese Veranstaltung und seine Bedeutung gesprochen.


Roland Panter: Dieses Jahr startet die Fintech Week zum dritten Mal in Hamburg statt. Wie kann man dieses Format am besten beschreiben?

Robert Beddies: Die Fintech Week ist sozusagen der organisatorische Rahmen für eine Vielzahl von Konferenzen und Veranstaltungen rund um das Thema Fintech und gleichzeitig das Klassentreffen der Fintech-Szene in Hamburg mit zahlreichen Netzwerk-Veranstaltungen und vielfältigen Gelegenheiten für fachlichen Austausch.


Roland Panter: Welche Bedeutung hat die Veranstaltung für die Startup- aber auch die Investoren-Szene in Hamburg und Deutschland?

Robert Beddies: Die Fintech Week ist inzwischen Deutschlands größte Fintech-Veranstaltung. Das hat schon eine Größe und ein Image erreicht, die auch auf Hamburg abfärben. 

Allerdings ist die Woche natürlich sehr breit aufgestellt. Neben Startups und Investoren sprechen wir ja auch Corporates an. Wobei gerade diese Mischung der Welten es für alle Beteiligten dann auch wieder besonders spannend macht, eine oder mehrere Veranstaltungen der Fintech Week zu besuchen, weil man wirklich gute Kontakte knüpfen kann in einem ungezwungenen Umfeld.


Roland Panter: Wir beobachten dass der Fintech-Szene an vielen Stellen die Frauen fehlen, gibt es auf der Fintech Week Antworten darauf? Du bist da ja auch sehr aktiv, Carolin.

Carolin Neumann: Das stimmt, es gibt immer noch sehr wenige Frauen in der Szene und Gründerinnen oder Chefinnen erst recht nicht. Wir merken das auch in unserem dritten Jahr wieder daran, wie schwer es ist, eine gute Verteilung von Männern und Frauen – wir erwarten ja bei manchen Spezialthemen noch nicht mal 50 Prozent – auf unseren Bühnen hinzubekommen. Die Fintech Week ist das Dach für viele unterschiedliche Events und wir führen mit allen Veranstaltern mehr oder weniger intensive Gespräche darüber, dass wir gerne mehr Frauen auf den Bühnen sehen möchten. Bis das tatsächlich gelingt, ist es noch ein langer Weg, fürchte ich, aber wir bleiben dran. 

Die Fintech Ladies, Deutschlands führendes Netzwerk für Frauen in der Fintech-Branche, sind erneut Partner der Fintech Week. Das zeigt mir auch, dass wir auf dem richtigen Weg sind und uns nicht verstecken müssen, auch wenn es auf unseren Bühnen noch nicht so aussieht, wie wir uns das selbst wünschen.


Roland Panter: Welche Veranstaltung(en) sollte ich innerhalb der Fintech Week auf keinen Fall verpassen?

Robert Beddies: Die FinForward natürlich. Das ist unsere erste eigene Konferenz, die wir als Team der Fintech Week auf die Beine stellen. Die Verantwortlichen Sina Greinert und Clas Beese haben gemeinsam mit einem Expertenbeirat ein hochspannendes Programm auf die Beine gestellt, dass für alle interessant ist, die sich mit technologischen und strukturellen Innovationen im Finanzmarkt beschäftigen. Da geht es um Themen wie Machine Learning oder Blockchain und Anwendungsbeispiele aus der heutigen Praxis sowie natürlich den Blick nach vorne.

Carolin Neumann: Als auf ausgeglichene Kommunikation bedachte Kommunikationsverantwortliche der Fintech Week muss ich natürlich hinterherschicken: „Keine!“ Auch wenn ich weiß, dass das unrealistisch ist ;)


Roland Panter: Was sind für euch persönlich die Fintech-Themen der Zukunft?

Robert Beddies: Als Konsument finde ich es spannend zu beobachten, wie gut sich Fintech Lösungen, insbesondere im Bereiche Payment und Banking, in andere Anwendungen integrieren lassen, um dem Endnutzer ein möglichst unkompliziertes und schwellenloses Endprodukt anbieten zu können. Ansonsten grundsätzlich: das Spannungsfeld zwischen Regulierung und Kundennutzen sowie Datensicherheit.

Carolin Neumann: Für mich persönlich ist das Rebundeling am spannendsten: Nachdem es eine zeitlang en vogue war, jede App auszuprobieren und zu haben – übrigens ja auch längst nicht nur im Fintech-Bereich –, wird nach und nach alles wieder zusammengeführt.

Wenn ein Service es hinbekommt, dass ich nicht mehr vier unterschiedliche Apps öffnen muss, sondern meine verschiedenen Konten, Versicherungen, Finanzdienstleister an einem Ort habe, dann ist das für mich persönlich der größte Gewinn. Und auf unternehmerischer Ebene ist diese Konsolidierung des Marktes natürlich auch höchst spannend.


Roland Panter: Vielen Dank für das Interview!


Zu den Personen:

Robert Beddies ist Geschäftsführer des betahaus Hamburg, ein beliebter Coworking Space in der Hansestadt.

Carolin Neumann betreibt das digitale Fintech-Fachmagazin finletter. Nebenher beschäftigt sie sich als freie Journalistin, Beraterin und Trainerin mit der Digitalisierung der Medienbranche sowie Innovation und Unternehmertum in den Medien.


Foto:  Die Gründer der Fintech Week: Clas Beese, Robert Beddies, Carolin Neumann | © Kathrine Uldbæk Nielsen


 

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