Sharpe-Ratio

Sharpe-Ratio

Die Sharpe-Ratio (Englisch: Reward-to-Variability-Ratio) ist das geläufigste Maß für das Rendite-Risiko-Profil einer Anlage. Sie betrachtet die Überrendite, also die Rendite, die ein risikoloses Investment abwirft, und setzt sie ins Verhältnis zum Risiko dieser Geldanlage. Um die Sharpe-Ratio zu berechnen, wird zuerst die Überrendite des Investments gegenüber dem risikolosen Zins ermittelt. Das Ergebnis setzt man ins Verhältnis zum Risiko des Investments. Dieses Risiko wird mittels der Volatilität ausgedrückt, einer Größe, die beschreibt, wie stark die Renditen des Investments schwanken. Mathematisch wird sie durch die Standardabweichung beschrieben. Letztlich ergibt sich also die Formel:

Sharpe-Ratio = (r – rf) / σ

Wobei


r = Anlagerendite
rf = risikoloser Zinssatz
σ = Standardabweichung der Anlagerendite

Der risikolose Zins ist ein Zinssatz, den ein als besonders sicher eingestuftes Investment abwirft. Das bedeutet, dass es ist so gut wie ausgeschlossen ist, dass der Schuldner die Rück- oder Zinszahlung nicht leisten kann. Als besonders sichere Geldanlagen gelten häufig Staatsanleihen von Industrieländern wie Deutschland, Großbritannien oder den USA. Ein absolut risikoloser Zins existiert natürlich nicht, weil jeder Schuldner zahlungsunfähig werden kann. Beim deutschen Staat etwa wird diese Gefahr aber als so gering eingeschätzt, dass die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen als risikofrei gilt. Auch der Tagesgeldsatz kann als Benchmark für den risikolosen Zinssatz herangezogen werden.

Für die Berechnung der Sharpe-Ratio gilt: Je höher die Sharpe-Ratio, desto besser das Rendite-Risiko-Verhältnis. In der Finanzwelt hat sich die Sharpe-Ratio als Standardmaß für die risikoadjustierte Rendite durchgesetzt. Das Anlagerisiko wird dabei sehr oft mit Volatilität gleichgesetzt. Es gibt jedoch auch Kritik an dieser Annahme. In die Standardabweichung fließen positive und negative Wertschwankungen gleichermaßen ein. Das scheint jedoch widersinnig zu sein, denn Investoren nehmen nur Kursverluste als Risiko wahr, nicht aber Kursgewinne. Zudem ist die Volatilität als Risikomaß nur dann sinnvoll, wenn die Anlagerenditen symmetrisch verteilt sind. Die Wirklichkeit sieht jedoch anders aus: Heftige Kursstürze kommen weit häufiger vor als starke Kursgewinne.

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Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.

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Quelle: Eigene Recherchen. Hierbei wurde u.a. auf Daten des Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) zurückgegriffen.
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