10 Kryptowährungen mit der besten Performance

Anlageformen und Strategien

Größte Kursgewinner im Überblick

11 Minuten Lesezeit

Kryptowährungen sind digitale Währungen, die auf diversen Online-Marktplätzen (Krypto-Börsen) gegen klassische Währungen gehandelt werden können. Dabei handelt es sich um ein hochspekulatives Finanzprodukt. Doch wer sein Geld schon ins Kasino bringen möchte, sollte wenigstens eine Strategie parat haben. Der Krypto-Markt ist unübersichtlich und die einzelnen Digitalwährungen unterscheiden sich teilweise sehr stark. Während hinter manchen ein seriöses Software-Projekt steht, profitieren andere nur vom allgemeinen Krypto-Boom.

Ausgelöst wurde dieser Boom vom Kursanstieg der Pionierwährung Bitcoin. Diese startete am 1. Januar mit einem Kurs von 998 Dollar und notierte am Ende des Jahres bei rund 13.000 Dollar, was einem Kursplus von rund 1.300 Prozent entspricht. Analysten der Saxo-Bank halten laut einem Bericht des Handelsblatt sogar einen Bitcoin-Kurs von 60.000 Dollar im Jahr 2018 für möglich. Doch Bitcoin zählt zweifelsohne zu den wichtigsten Kryptowährungen, schaffte es aber 2017 nicht unter die Top-Performer. Wir zeigen Ihnen, welche Kryptowährungen 2017 die beste Performance hatten und auf welche risikoaffine Investoren auch im laufenden Jahr achten sollten. 

 

 

Platz 10: Cardano (+ 2.800 %)

Cardano (Kürzel: ADA) wurde erst im Oktober 2017 ins Leben gerufen und war die Überraschung unter den Aufsteigern im Krypto-Markt. Die Entwickler wollen eine neue Generation für Kryptowährungen schaffen, welche die Geschwindigkeits- und Skalierungsprobleme der ersten Generation (Bitcoin) und der zweiten Generation (Ethereum) beheben. Zum renommierten Entwicklerteam gehört neben zahlreichen Wissenschaftlern auch Charles Hoskinson, einer der Mitbegründer von Ethereum. Technologisch baut Cardano auf der Blockchain auf, die durch Smart Contracts und eine einfache globale Skalierbarkeit verbessert werden soll. Mit einer Marktkapitalisierung von knapp 5 Milliarden Dollar liegt Cardano inzwischen auf Platz 6 des Krypto-Marktes. Im letzten Jahr stieg der Kurs um mehr als 2.800 Prozent an, von rund 0,2 Cent auf über 70 Cent Ende 2017.

 

Platz 9: Litecoin (+ 5.000 %)

Litecoin (Kürzel: LTC) ist ein Bitcoin-Klon und eines der Urgesteine der Szene. 2011 ging das Open-Source-Software-Projekt an den Start und liegt mit einer Marktkapitalisierung von rund 9,2 Milliarden Dollar auf Platz 5 des Krypto-Marktes. Litecoin hat das Bitcoin-Protokoll verbessert: Eine Transaktion abzuschließen geht schneller und verbraucht weniger Energie. Zuletzt geriet Litecoin in die Schlagzeilen, weil Gründer Charlie Lee seine Bestände veräußerte. Kein Wunder: Nach einem Kursfeuerwerk 2017 schoss der Litecoin von 4,33 Dollar auf 217 Dollar in die Höhe. Das entspricht einem Anstieg von mehr als 5.000 Prozent.

 

Platz 8: Ethereum (+ 9.200 %)

Ethereum (Kürzel: ETH) ist ein Blockchain-Netzwerk, in dem sogenannte dezentrale Programme (Englisch: „decentralized applications“; kurz: dApps) angelegt, verwaltet und ausführt werden können. Ethereum hat auch die sogenannten Smart Contracts populär gemacht. Dabei handelt es sich um automatisierte Verträge, die sich selbst erfüllen, wenn eine vordefinierte Bedingung erfüllt wird. Gemessen an der Marktkapitalisierung ist Ethereum mit rund 52 Milliarden Dollar nach Bitcoin die größte Kryptowährung. Ethereum hat vom Boom der Initial Coin Offerings (ICOs) – einer alternativen Finanzierungsform für Tech-Startups – profitiert, die meistens auf der Ethereum-Blockchain implementiert werden. Im letzten Jahr kletterte der Kurs von anfänglich rund 8 Dollar auf über 720 Dollar in die Höhe – ein Plus von mehr als 9.200 Prozent in einem Jahr.

 

Platz 7: Dash (+ 9.300 %)

Dash (Kürzel: DASH) ist ein Bitcoin-Clon, der zuvor unter den Namen XCoin und Darkcoin firmierte. Es handelt sich um eine Kryptowährung auf Peer-to-Peer-Basis, in der die Transaktionen jedoch nicht öffentlich in der Blockchain einsehbar sind. Dash steht innerhalb der Kryptoszene heftig in der Kritik, weil es keines der bestehenden Software-Probleme löst, mit denen Digitalwährungen heute zu kämpfen haben. Hinzu kommt ein sehr undurchsichtiges Vorgehen der Gründer zum Start der Digitalwährung, weshalb einige Kritiker dahinter Betrug vermuten. Doch dank geschickter Marketing-Maßnahmen und dem generellen Krypto-Hype konnte auch Dash einen Kursprung von mehr als 9.000 Prozent verzeichnen und liegt derzeit mit einer Marktkapitalisierung von rund 3,3 Milliarden Dollar auf Platz 12 der größten Kryptowährungen.

 

Platz 6: Golem (+ 9.700 %)

Golem (Kürzel: GNT) will so etwas wie ein dezentraler Supercomputer zu sein, dessen Rechenleistung öffentlich angeboten, vermietet oder auch selbst genutzt werden kann. Es verbindet Elemente des Cloud-Computing mit dem Blockchain-Netzwerk und ist damit besonders für große Unternehmen oder Forschungsinstitutionen interessant, die zwischenzeitlich mehr Rechenleistung benötigen, um ein bestimmtes Projekt durchzuführen. Die Nutzer des Netzwerk, die ihre freie Rechenkapazität zur Verfügung stellen, werden dafür mit Tokens der Kryptowährung belohnt. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 200 Millionen Dollar liegt Golem zwar nur auf Rang 64 im Kryptomarkt. Aber der Kursanstieg im letzten Jahr war mit knapp 10.000 Prozent gewaltig: Von rund 0,9 Cent am Anfang des Jahres ging es hoch bis auf 80 Cent Ende 2017.

 

Platz 5: Stellar (+ 13.750 %)

Stellar (Kürzel: XLM) ist ein Open-Source-Transaktions-Netzwerk, das im Jahr 2014 von Jed McCaleb, Gründer der US-Filesharing-Plattform eDonkey, ins Leben gerufen wurde. Es handelt sich dabei um eine Erweiterung des Ripple-Protokolls und basiert auf folgender Idee: Statt Überweisungen zwischen Accounts zu tätigen, wie etwa bei einer Bitcoin-Transaktion, lassen sich einfach die Eigentumsrechte an einem Account übertragen. Das macht Stellar weniger zu einer Kryptowährung im klassischen Sinne als viel mehr zu einem System zur Transaktion digitaler Schuldscheine (sogenannter virtueller IOUs). Der Vorteil: Stellar ist deutlich schneller als das ständig überlastete Bitcoin-Netzwerk. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 4,3 Milliarden Dollar hat Stellar sich auf den neunten Platz der größten Kryptowährungen vorgearbeitet. Hintergrund war auch der Kursanstieg von rund 0,2 Cent Anfang 2017 bis auf 33 Cents zum Ende des Jahres – ein Plus von fast 14.000 Prozent.

 

Platz 4: Ark (+ 21.930 %)

Ark (Kürzel: ARK) gehört zu jenem Teil der Kryptowährungen, die mehr Software-Projekt als Digitalwährung sind. Als Abspaltung der Kryptowährung Lisk möchte das Entwicklerteam eine Brücke zwischen allen gängigen Kryptowährungen schlagen. Wenn ein Nutzer einem anderen eine bestimmte Kryptowährung senden möchte, kann er einfach Ark Coins senden und diese konvertieren sich am anderen Ende automatisch in die gewünschte Kryptowährung. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 270 Millionen Dollar liegt Ark auf Platz 51 der größten Kryptowährungen. Im letzten Jahr kletterte der Underdog von rund 3 Cent zum Start Ende März auf über 6,50 Dollar pro Ark Ende 2017 – ein Anstieg von etwa 22.000 Prozent.

 

Platz 3: NEM (+ 29.800 %)

Das Peer-to-Peer-Netzwerk namens New Economy Movement (Kürzel: NEM) ging im März 2015 in Japan an den Start und verbindet Elemente eines modernen Zahkungssystems mit Smart Contracts. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 2,6 Milliarden Dollar ist NEM derzeit auf Platz 13 der größten Kryptowährungen. Die NEM-Entwickler haben die Digitalwährung so entwickelt, damit Nutzer sie nicht nur zur Spekulation zu halten, sondern tatsächlich zum Austausch gebrauchen. Nichtdestotrotz spekulierten Investoren im letzten Jahr auf den Kursanstieg des NEM – und hatten Erfolg damit. Der Kurs lag Anfang 2017 bei knapp 0,30 Cent pro NEM und stieg dann bis auf rund 1 Dollar rasant an. Das entspricht einem Kursanstieg von fast 30.000 Prozent in einem Jahr.

 

Platz 2: Ripple (+ 36.000 %)

Ripple (Kürzel: XRP) ist ein dezentrales Blockchain-Netzwerk, das für die internationale Zahlungsabwicklung zwischen großen Banken konzipiert wurde. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 25 Milliarden Dollar konnte sich Ripple inzwischen als drittgrößte Kryptowährung etablieren. Über das Ripple-Netzwerk können Banken etwa Güter und Devisen schneller und effizienter handeln als bisher. Das Netzwerk kann etwa 1.000 Transaktionen pro Sekunde abwickeln, was es deutlich schneller macht als andere Kryptowährungen.  Schon im Frühjahr 2017 nutzten 75 internationale Großbanken das Zahlungsnetzwerk, darunter Bank of America, UBS und BBVA. Anfang 2017 notierte ein XRP noch bei rund 0,60 Cents. Ende des Jahres lag der Kurs schon bei 2,50 Dollar – ein Kursplus von 36.000 Prozent binnen eines Jahres.

 

Platz 1: NEO (+ 52.850 %)

Den größten Kurssprung machte die chinesische Kryptowährung NEO (Kürzel: NEO). Mit einer Marktkapitalisierung von 4,4 Milliarden Dollar liegt NEO mittlerweile auf dem achten Platz der größten Kryptowährungen – Tendenz steigend. NEO startete ursprünglich unter dem Namen Antshares und ist das führende Open-Source-Blockchain-Projekt Chinas. Es ist mit der Ethereum-Blockchain vergleichbar, auf der sogenannte dezentrale Applikationen (dApps) implementiert, verwaltet und ausgeführt werden können. Nachdem der Kurs 2017 lange um das 20-Cent-Niveau schwankte, schoss er im Zuge des Krypto-Booms auf rund 73 Dollar hoch. Das entspricht einem Anstieg von mehr als 52.000 Prozent in einem Jahr.

 

 

IOTA:

Das Berliner Projekt IOTA (Kürzel: IOTA) gilt als einer der größten Hoffnungsträger des Krypto-Marktes. Im Juni wurde das Projekt gestartet und trat an, bestehende Probleme der Kryptowährungen wie Transaktionsgeschwindigkeit, Transaktionskosten und Skalierbarkeit zu lösen und dabei noch mit Anwendungen im Bereich Internet-of-Things (IoT) zu verbinden. Im Gegensatz zu den meisten Kryptowährungen setzt IOTA dabei nicht auf eine Blockchain, sondern auf eine Technologie namens Tangle. Dabei handelt es sich um eine selbstregulierende „Machine-to-Machine“-Kommunikation, die eine Bezahlung ohne Transaktionskosten ermöglicht. Gemessen an der Marktkapitalisierung von rund 3,6 Milliarden Dollar liegt IOTA auf Platz 10 der größten Kryptowährungen. Im letzten Jahr ging es für das Berliner Projekt – wohl auch dank einer Millionen-Investition der Robert Bosch Venture Capital (RBVC) – um mehr als 570 Prozent nach oben.

 

EOS:

EOS (Kürzel: EOS) wurde vom Software-Unternehmer Brendan Blumer und dem Programmierer Dan Larimer, der auch hinter BitShares und Steem steht, gegründet. Mit einer Finanzierungsgröße von rund 700 Millionen Dollar ist EOS bis heute einer der größten Initital Coin Offerings (ICOs) und mit einer Marktkapitalisierung von rund 5 Milliarden Dollar die siebtgrößte Kryptowährung. EOS basiert auf der Ethereum-Technologie und nutzt den bescheidenen Slogan „Decentralize Everything”. Das Projekt hat den Anspruch, eine ernsthafte Konkurrenz zu zentralen Unternehmen wie Ebay oder Facebook werden. Um die entsprechend notwendige Geschwindigkeit der Transaktionen zu ermöglichen wird das sogenannte Proof-of-Stake-Prinzip verwendet. Obwohl EOS erst im Oktober startete, verzeichnete der Token im letzten Jahr einen Kursanstieg von 840 Prozent.

 

Verge:  

Verge (Kürzel: XVG) ist einer der großen Gewinner des letzten Jahres mit einer Kursexplosion um über eine Million Prozent, allerdings in einem sehr niedrigen Preisniveau. Immerhin hat es die aufstrebende Digitalwährung damit auf Platz 31 nach Marktkapitalisierung katapultiert. Das Entwicklerteam um Gründer Sasha Kolupaev fokussiert sich auf Sicherheit und Anonymität, um einen hohen Grad an Privatsphäre zu gewährleisten. Dazu setzt Verge auf eine moderne Blockchain, die auf Services wie Tor und dem Invisible Internet Project (I2P) aufsetzt, um persönliche Daten (IP-Adressen, Standort etc.) zu verdecken. Die erste Phase des Projekts wurde im November 2017 mit der Implementierung des Wraith-Protokolls fertiggestellt. Dadurch sollen Nutzer einfach und schnell zwischen der öffentlichen und privaten Verge-Blockchain wechseln können.

 

Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ist keinesfalls als Kaufempfehlung zu missverstehen. Während manche dieser Coins ein ernstzunehmendes Software-Projekt mit Proof-of-Concept darstellen (z. B. IOTA), gibt es bei anderen berechtige Zweifel an der Seriösität des Projekts (z. B. Dash). Die diversen Tokens sind in den wenigsten Fällen mit rechtlichen Ansprüchen verbunden, wie sie etwa mit dem Kauf von Aktien, Anleihen oder Startup-Beteiligungen verbunden sind. Eine mögliche Regulierung könnte dem Markt außerdem den Wind aus den Segeln nehmen und ist daher ein Punkt, den Investoren immer im Auge behalten müssen.

Ein großes Problem des Krypto-Marktes ist die extrem hohe Volatilität. Schwankungen im zweistelligen Prozentbereich sind keine Seltenheit. Zudem kommt ein extrem hohes Klumpenrisiko hinzu, da die Coins nicht ausreichend voneinander diversifiziert sind. Das hat zur Folge, dass an einem schlechten Handelstag häufig alle Kryptowährungen im roten Bereich sind. Zu groß ist noch die Abhängigkeit des Marktes von der Vorreiterwährung Bitcoin. Eine Diversifikation innerhalb des Segments ist dadurch nicht möglich. Kryptowährungen eignen sich daher nur für sehr risikoaffine Investoren, die zudem Kenner der Blockchain-Materie sind und die zugrundeliegenden Whitepaper technisch einschätzen können.


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André Jasch
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