von Cristin Liekfeldt

Die Schülerfirma hat mich bestärkt, Mut zur eigenen Idee zu haben

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Die Schülerfirma hat mich bestärkt, Mut zur eigenen Idee zu haben

Die Schülerfirma BerlinBees an der Emil Molt Akademie (Berufsfachschule) aus Berlin-Steglitz produziert mit vier Bienenvölkern verschiedene Honigprodukte. Die Schülerinnen und Schüler, die im Alter von 16 bis 23 Jahren sind, haben dafür eine eigene Bienenkultur aufgebaut.

Kurz vor dem Ende des Crowdfundings auf Companisto, haben wir mit Riccardo, 22, gesprochen. Der Berliner macht an der Berufsfachschule eine Ausbildung zum Kaufmänischen Assistenten und befindet sich im zweiten Ausbildungsjahr.

Wie die Arbeit in einer Schülerfirma wohl ist?  Was hat das Team durch die Arbeit mit den Bienen gelernt? 

Ein Interview.


André: Was machen eure Bienen um diese Jahreszeit?

Riccardo: Unsere vier Bienenvölker befinden sich zurzeit im Winterschlaf. Sie sitzen eng in ihren Bienenstöcken zusammen, um sich so gegenseitig zu wärmen. Wenn es ihnen zu kalt wird, dann bewegen sie leicht die Flügel. Ein typisches Bienenvolk besteht dabei aus bis zu 500 Bienen. Sobald es wärmer wird und der Frühling da ist, schwärmen die ersten Drohnen aus, um draußen die Lage zu erkunden. Dann schlüpfen auch die ersten Arbeiterinnen und mit dem Frühlingsbeginn beginnt die neue Saison. Wir freuen ins schon im gesamten Team der BerlinBees auf den Frühling!

André: Wie lange bist du denn schon Teil der BerlinBees und was war deine Motivation, dich in einer Schülerfirma zu engagieren?

Riccardo: Ich bin seit Anfang des letzten Schuljahres dabei. Ich bin bei den BerlinBees für den Bereich Marketing zuständig. Ich habe beschlossen, mich einer Schülerfirma anzuschließen, weil mir wichtig ist, mein theoretisches Wissen gleich auch praktisch anzuwenden. Das Bienenprojekt passt dabei auch zu meiner persönlichen Grundüberzeugung: Ökologisch und nachhaltig zu handeln, weil wir nur eine Erde haben.

André: Hier sind Bienen ja ein gutes Beispiel...

Riccado: Absolut. Ich finde, dass sich das auch wirklich schön anhand der Bienen zeigen lässt: Gäbe es keine Bienen, dann würden Pflanzen sich nicht fortpflanzen können. Die kleinen Bienen bewegen also etwas ganz Großes. Davon können wir alle etwas lernen.

André: Was hast du gemeinsam mit deinen Team-Kollegen bei deiner Schülerfirma gelernt?

Riccardo: Zunächst ist mir sehr wichtig, an dieser Stelle auch meine Team-Kollegen vorzustellen: BerlinBees besteht aus 24 Schülern, die vier Bienenstöcke betreuen. Ich arbeite mit Fatima, Tesla, Alex, Max, Yannick, Phillip und Mark zusammen. Das nötige Fachwissen bringen uns unsere Lehrerinnen Frau Walther und Frau Bondmeuser bei. Neben der praktischen Anwendung habe ich gelernt, dass ein gutes Team sehr viel bewegen kann. Man kommt am weitesten, wenn man sich abstimmt und effizient die Dinge angeht. Vertrauen ist auch wichtig: Bei den BerlinBees weiß ich, dass meine Team-Kollegen ihren Job genau so machen, wie es für den gemeinsamen Erfolg wichtig ist. Wir ziehen alle an einem Strang.

André: Gibt es etwas, das du davon auch für das Leben mitnimmst?

Riccardo: Die Erfahrung, die wir in unserer Schülerfirma gemacht haben, wird mich mein ganzes Leben lang begleiten. Für mich war schon länger klar, dass ich später gerne selbständig sein möchte: Die Schülerfirma hat mich bestärkt, Mut zur eigenen Idee zu haben. Meine Erfahrung im Leben ist, dass man an einer Sache wirklich mit allem Herzblut dran bleiben muss, wenn man etwas erreichen will. Auch das wurde durch die Schülerfirma bestärkt – und ist wirklich top! Ich glaube, dass man mit einer guten Idee die Welt verändern kann. Früher dachten die Menschen, dass es nicht möglich sei zu fliegen. Aber irgendwann entschied jemand, das zu hinterfragen. Nur so verändert sich die Welt.

André: Seit Dezember läuft auf Companisto ein Crowdfunding für die DJKS und Schülerfirmen. Ihr werdet auch einen Teil der Spenden erhalten – Wie soll es bei BerlinBees weitergehen?

Riccardo: Wir sind wirklich total begeistert und sehr dankbar, dass Menschen unsere Idee mit einem Betrag unterstützen möchten. Auch im Namen des Teams möchte ich das hier persönlich tun. Mit dem Beitrag wollen wir unseren Bekanntheitsgrad erhöhen und den Schwerpunkt, nachhaltig und ökonomisch-ökologisch zu handeln, weiter umsetzen. Wir möchten etwas gegen das Bienensterben tun und neue Produkte entwickeln. Wir haben noch viel vor und freuen uns auf die neuen Herausforderungen!

André: Vielen Dank für das Interview!


Meinungen, Fragen oder Anregungen? Wir haben viel Platz dafür in unseren Kommentarfeldern!


 

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Quelle: Eigene Recherchen. Hierbei wurde u.a. auf Daten des Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) zurückgegriffen.
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