Transaktionskosten und Rendite – Worauf Investoren achten sollten

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Wie die Zahlungsart die Rendite beeinflusst

Von André Jasch
6 Minuten Lesezeit

Auf Companisto gibt es grundsätzlich keine Transaktionsgebühren für ein Investment und auch keine Verwaltungsgebühren für ein Depot. Die Eröffnung eines Portfolios für Investitionen in Startups und Wachstumsunternehmen ist kostenfrei. Jedoch kann die Wahl der Zahlungsart einen Einfluss auf die Rendite jedes Investors haben.

Companisto bietet jedem Investor verschiedene Zahlungsmöglichkeiten an. Innerhalb Europas können Investoren das elektronische Lastschriftverfahren verwenden. Der fällige Betrag wird dann vom Konto abgebucht, ohne dass dabei für den Investor zusätzliche Kosten entstehen. Bei der Bezahlweise Giro-Pay handelt es sich um eine Form des Online-Bankings, die für jeden Kunden nutzbar ist, der über ein Giro-Konto einer teilnehmenden Bank verfügt. Giro-Pay ist für Companisten kostenfrei.

Auch die Zahlungsverfahren Banküberweisung und Sofortüberweisung sind für Companisten kostenfrei und unterscheiden sich vor allem in ihrer Dauer. Die übliche Banküberweisung braucht zwei bis drei Werktage, während die Sofortüberweisung noch am selben Tag gebucht wird. Die Zahlungsverfahren haben jedoch keinen Effekt auf die Renditen der Investoren.

 

Lediglich bei einer Zahlung mit Kreditkarte (Visa oder Master Card) fallen Transaktionsgbühren an. Diese Gebühren werden durch die Kreditkarten-Unternehmen Visa bzw. Master Card erhoben und von Companisto nur weitergereicht. Companisto selbst nimmt keine Aufschläge auf die üblichen Gebühren vor. Zum allgemeinen Ablauf und den Kosten von Kreditkartenzahlungen gibt die Seite www.zahlungsverkehrsfragen.de Auskunft. Dort heißt es:

„Bei Kreditkarten kauft die Händlerbank (der Acquirer) dem Händler seine Forderung gegenüber dem Kunden ab und behält dafür einen Teil des Umsatzbetrags (das sogenannte Disagio) als Provision ein. Die Höhe des Disagio (typischerweise zwischen 2 und 4 Prozent vom Umsatz) richtet sich nach solchen Faktoren wie Vertragslaufzeit, Umsatzhöhe, Abrechnungsintervall, elektronische oder papierhafte Abrechnung und der Branche. Mit Ausnahme bestimmter Transaktionen (Karteninhaber nicht anwesend) ist meist mit dem Verkauf der Forderung auch eine Zahlungsgarantie verbunden.“

Auf jede Kreditkartenzahlung mit einer Visa oder Master Card auf Companisto entfallen Transaktionskosten in Höhe von 1,2 Prozent der Investitionssumme. Diese Kosten werden auf das Investment aufgeschlagen. Das wirkt sich mindernd auf die Rendite des Investors aus, denn diese Kosten müssen von den Erträgen abgezogen werden, um einen Überblick über die reale Rendite zu gewinnen.

Etwa 16 Prozent aller Transaktionen auf Companisto werden mit Kreditkarte bezahlt. Zahlungen mit Visa oder Master Card betragen rund 13 Prozent des gesamten Investitionsvolumens. Kreditkartenzahlungen wirken sich dabei stärker auf die Rendite aus einem Venture Loans aus, als auf die Rendite aus Investitionen in Startups. Dies hat zum einen mit der Dauer des Investments und zum anderen mit der Art der Rendite zu tun.

 

Auf Companisto gibt es zwei Beteiligungsformen: Startup-Investitionen und Venture Loans für Wachstumsunternehmen. Investitionen in Startups sind langfristige Geldanlagen. Die Mindestinvestitionsdauer beläuft sich in der Regel auf 8 Jahre. Zwar sind die Darlehen auch mit 1 Prozent pro Jahr festverzinst, doch Investoren erzielen ihre Renditen hierbei über die Gewinn- und Exit-Beteiligung. Sie profitieren also später von erzielten Gewinnen oder einem möglichen Verkauf des Startups – auch Exit genannt.

Da Startups im Schnitt erst nach etwa fünf Jahren die Gewinnzone erreichen, fallen die Transaktionskosten auch erst später ins Gewicht. Und bei einem möglichen Exit des Startups können hohe Renditen erzielt werden, bei denen die Kreditkartengebühren ebenfalls kaum ins Gewicht fallen. Außerdem beträgt die Haltedauer dieser Investitionen mehrere Jahre, auf die die Kreditkartengebühren verteilt werden.  

Anders sieht es bei Investitionen in Wachstumsunternehmen aus. Diese werden über einen Venture Loan getätigt, der in der Regel eine Laufzeit zwischen drei und vier Jahren aufweist und mit 8 Prozent pro Jahr festverzinst ist. Die Investitionsdauer ist also schon deutlich geringer und die Investition ist weder mit einer Gewinn- noch mit einer Exit-Beteiligung verknüpft, die die Transaktionskosten überkompensieren könnte. Kreditkartengebühren fallen hierbei also viel stärker ins Gewicht als bei Investitionen in Startups.

Es kann jedoch in einigen Fällen gute Gründe geben, auf die Kreditkarte zurückzugreifen. Ein Grund ist, dass ein Investor in eine Kampagne einsteigen möchte, bevor diese ausläuft. Da die übliche Banküberweisung zwei bis drei Werktage braucht, kann die Kreditkarte eine zeitsparende Lösung sein. Dann betrachtet der Anleger die 1,2 Prozent Aufschlag als Preis für den Zeitvorteil.

Auch die Sofortüberweisung bietet den Vorteil des Zeitersparnisses, ist jedoch kostenfrei. Hier kommt dann der zweite Vorteil von Kreditkartenzahlungen ins Spiel. Wenn das Konto des Investors zum Zeitpunkt der Investition nicht die nötige Deckung aufweist, scheidet eine Sofortüberweisung ebenso aus wie eine Banküberweisung. Dann kann der Anleger die 1,2 Prozent Gebühr in Kauf nehmen, um seinen vorübergehenden Liquiditätsmangel zu überbrücken.

 

Ein Anleger investiert 1.000 Euro in ein Wachstumsunternehmen. Die Investition findet über ein festverzinstes Darlehen statt, der jährliche Zinssatz beträgt 8 Prozent. Der Anleger entscheidet sich, die Zahlung mit seiner Visa-Kreditkarte zu tätigen. Dabei fallen Kreditkartengebühren in Höhe von 1,2 Prozent der Investitionssumme an, also 12 Euro. Diese Transaktionskosten müssen von der Bruttorendite von 8 Prozent abgezogen werden.

Die Nettorendite liegt also bei 6,8 Prozent. Demnach beträgt die Rendite nach einem Jahr nicht 80 Euro, sondern nur 68 Euro. Wenn der Anleger stattdessen per Banküberweisung, Sofortüberweisung oder Lastschrift bezahlt, entfallen die 12 Euro Kreditkartengebühr und die Nettorendite steigt auf 80 Euro nach einem Jahr. Gerade bei Venture Loans mit kürzerer Laufzeit sollten Investoren also Kreditkartenzahlungen vermeiden.


 


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Quelle: Eigene Recherchen. Hierbei wurde u.a. auf Daten des Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) zurückgegriffen.
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