von Susanne Lederer-Pabst

Impact-Investing in Reinkultur: Nepos

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Impact-Investing in Reinkultur: Nepos

Heute beleuchten wir ein konkretes Beispiel zum abstrakten Begriff "Impact Investing". Es zeigt auf, welche Möglichkeiten der Beteiligung es gibt, und warum es absolut Sinn macht, sich des Themas aus verschiedenen Perspektiven zu nähern. Bei 4-your-biz reden wir nicht nur über Impact Investing – wir tun es auch. 

Nach einer Beteiligung am zukunftsträchtigen Startup Nepos geht es nun daran, das Unternehmen und sein Produkt in Österreich zu etablieren. Wir bieten Investoren neben der Möglichkeit über Fonds in das Thema ESG (Environment Social Governance) zu investieren nun auch Beteiligungsmodelle für ein absolut innovatives Produkt, das die Lebensqualität einer ganzen Generation verbessern kann.

Pauls Großtante und ihre Angst das Internet zu ’löschen’

Angefangen hat alles mit Pauls Großtante und ihrer Angst vor dem Internet. So machten sich die beiden Nepos-Gründer Paul Lunow und Florian Schindler auf die Suche nach einem einfach zu bedienenden ‚Seniorencomputer‘ der die Großtante bei den täglichen Herausforderungen unterstützt, und ihr darüber hinaus hilft, den Kontakt mit verstreut lebenden Familienangehörigen zu halten.

Aus der Not heraus – es fand sich kein Gerät, das sich an den Bedürfnissen und am ästhetischen Empfinden der älteren Generation orientiert – wurde Nepos gegründet. Seit der Ideenfindung sind mehr als drei Jahre vergangen. Mittlerweile arbeiten 20 Experten an dem Produkt, das bereits in der Entwicklungsphase intensiv mit der Zielgruppe kooperierte und laufend live getestet wurde.

Nepos – das Tablet für die Generation 65+

Nepos ist ein Tablet für die bereits etwas ältere Generation. Was ziemlich banal klingt, ist in Wahrheit ein hochkomplexes Gerät mit immensem Potential. Allein in Deutschland gibt es rund 16 Millionen Menschen, die die Vielfalt der aktuell verfügbaren Geräte und Benutzeroberflächen nicht mehr bewältigt. In Österreich kommen vermutlich noch 1,5 bis 2 Millionen Menschen hinzu. Doch wer sich in der digitalen Welt nicht zurechtfindet, wird zunehmend isoliert und unsichtbar; eine Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben wird immer schwieriger. Egal, ob es um Behördenwege oder Einkauf, Ticketbestellung oder Reiseplanung, Bankgeschäfte oder schlichtweg um Kommunikation geht – immer mehr Tätigkeiten des täglichen Lebens sind ohne Computer- Tablet- oder Smartphone-Zugang kaum mehr möglich. Das Alter birgt für viele Menschen eingeschränkte Mobilität, gleichzeitig verschwinden jedoch die nächste Bankfiliale und der Greißler um’s Eck.

Hochkarätige Business Angel und Crowdfunding

Die erste Investorenriege für das smarte Gerät hat die Testphase für die fünf Prototypen finanziert, jetzt steht die Finanzierung der ersten "echten" Produktionsphase an. Über Genussscheine, Crowdfunding via Companisto und direkte Investments sind verschiedene Beteiligungsmodelle möglich. Auf der anderen Seite geht es aber natürlich auch darum, Abnehmer für das Produkt zu begeistern. Mit einer großen deutschen Bank hat Nepos nun den ersten großen Partner an Board, der das Potential des Tablets in vollem Umfang erkannt hat: Älteren Menschen, die mit den bisherigen Onlinebanking-Applikationen überfordert sind, die Möglichkeit zu geben, ihre Geldgeschäfte wieder eigenständig zu erledigen. Das fördert nicht nur die Unabhängigkeit einer großen Zielgruppe, sondern bedeutet immense Kosteneinsparung für jede Bank.

Nepos ist Impact Investing in Reinkultur! Primär beteiligen sich Investoren an einem zukunftsträchtigen Thema – dafür winkt eine hohe Rendite – gleichzeitig tragen sie jedoch dazu bei, die Lebensqualität einer ganzen Generation zu verbessern. Voilá!


Foto: Nepos Gründer Paul Lunow mit seiner Großtante Luise Lunow (© Darius Ramazani)


Über die Autorin:

Die promovierte Wirtschafterin Susanne Lederer-Pabst sieht sich als ’soziale Unternehmerin’ die mit ihrem Engagement zum Wohle der Gesellschaft beitragen möchte. Ihr beruflicher Weg führte die ausgebildete Finanzanalystin und gerichtlich beeidete Sachverständige für den Bank- und Börsebereich nach dem Studium in den Finanzbereich, zunächst ins Fonds- und Portfoliomanagement einer großen Bank. 2010 gründete sie schließlich ’4-your-biz’ und ist seither aus innerster Überzeugung mit ihrem Team bemüht‚ ’Impact Investing’, somit nachhaltiges, sozialverträgliches Investieren, stärker in den Investmentfokus institutioneller Investoren zu rücken, um Finanzierung der großen Herausforderungen zu ermöglichen, denen die heutige Gesellschaft gegenüber steht. Es geht ihr darum „die Finanzintermediäre mit Bewusstheit zu erfüllen, um die Gesellschaft sinnhaft weiter zu entwickeln – das ist der einzige gangbare Weg.“ 



 

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