von Cristin Liekfeldt

Nur mal kurz die Welt retten

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Nur mal kurz die Welt retten

Wenn Tim Bendzko vom Welt-Retten singt, dann gibt es nicht umsonst die Zeile: "Noch 148713 Mails checken": Digitale Geschäftsmodelle können dazu beitragen, die Welt besser zu machen. Social Innovation nennt man das. Hier geht es um globale Probleme wie Luftverschmutzung oder Umweltschädigung durch Müll. 

In Berlin sind gerade die Asien-Pazifik-Wochen zum Thema Startups. Hier finden sich Partner aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft zusammen und sprechen über Chancen, Risiken und Erfahrungen im größten Wirtschaftsraum der Welt. Neben Weltmärkten wie China, Japan und Indien kommen auch kleinere Länder wie Myanmar, Singapur oder Thailand zu Wort. Fest steht: Entrepreneurship und Startups bedeuten für alle Welt eine aufstrebende, treibende Wirtschaftskraft. 

Neben den Investmentmöglichkeiten und Chancen für Crowdfunding, die im nächsten Artikel auftauchen werden, sind in Europa und Asien auch Entrepreneure unterwegs, die die Welt in einem sozialen Sinn verbessern. Dabei handelt es sich nicht um NGOs (non-governmental organizations - regierungsunabhängige Organisationen) oder Non-Profit-Organisationen, sondern um profitschaffende Unternehmen mit einer großen Vision: Die Welt ein bisschen besser machen.

Europa berichtet momentan von einem Phänomen, das zu denken gibt: "Startups werden zwar innerhalb von etwa fünf Jahren zum Unicorn, aber verschwinden auch innerhalb von 5 - 10 Jahren wieder von der Bildfläche:", so Rahul Bansal, Directer of Education bei Climate-KIC, die größte europäische Innovationsinitiative für klimafreundliche Technologien. Nachhaltigkeit sieht anders aus. Eine Nachhaltigkeit, die wir an unserem deutschen Mittelstand zum Beispiel schätzen. Es gibt aber einige Businessmänner und -frauen, die mit ihren Geschäftsideen langfristig Ökonomien verändern wollen. 

Hier sind die Top 7 der weltweit agierenden Unternehmerinnen und Unternehmer mit Welt-Rettungs-Potenzial!

Ayumi Matsuzaka
Ayumi Matsuzaka

Ayumi Matsuzaka, Gründerin von DYCLE

Aus Windeln wachsen Obstbäume. 

Dycle hat einen Windelkreislauf erfunden: Benutzte (100% recyclebare) Babywindeln können gesammelt und in hygienischen, fruchtbaren Humus umgewandelt werden. Dadurch wird der Abfall eingespart und wertvolle Nährstoffe können erneut verwendet werden. Mit Hilfe der neuen Humuserde können Pflanzen und Bäume wachsen und erneut Früchte tragen. Aus den Windeln wachsen Obstbäume, deren Früchte dann zu Babynahrung verarbeitet werden. Die Bäume sollen in den Regionen angebaut werden, wo die Kinder die Windeln tragen. So spart Dycle viele tausend Tonnen Müll jährlich ein und ermöglicht auch noch den Kindern, "ihre eigenen" Früchte zu ernten. Dycle bewegt sich in Berlin und Japan. 


Thomas Seoh
Thomas Seoh

Thomas Seoh, President, CEO & Director von EQALIX

Haut-Ersatz (zur Wundheilung) aus Sojabohnen.

Eqalix entwickelt den ersten, pflanzenbasierten Hautersatz für die Wundheilung. Bisher werden diese Hauttransplantationen aus kulturell schwierigen Materialen wie Embryonen-Zellen, Kadavern, Kühen oder Schweinen hergestellt. Die Pflanzen-Haut (OmegaSkin™) aus Sojabohnen wird vom Körper sehr gut angenommen und beschleunigt die Heilung. Das wirklich Bedeutsame ist aber, dass der Hautersatz für nur ein Zehntel des Preises der herkömmlichen Präparate gekauft werden kann. Damit haben viel mehr Menschen Zugang zu guten medizinischen Produkten in den USA und der Welt.


Preekamol Chantaranijakorn
Preekamol Chantaranijakorn

Preekamol Chantaranijakorn, Gründerin von Ma:D Club für eine bessere Gesellschaft

Inkubator für Geschäftsideen, die die Welt verbessern.

Ma:D ist eine Community in Thailand, die zusammen soziale und gesellschaftliche Projekte auf die Beine stellen. Jeder sucht sich dabei seine Rolle selbst aus. Man teilt die Begeisterung für soziale Veränderung und packt mit an. Ma:D ist sowohl Internet-Plattform als auch Inkubator für Geschäftsideen und Businesses in Bangkok.


Sandeep Giri
Sandeep Giri

Sandeep Giri, CEO von GHAM POWER

Solarsysteme für Krisengebiete

Gham Power stellt Solar-Photovoltaic-Systeme für private und öffentliche Gebäude in Nepal zur Verfügung. Nach dem Erdbeben, das 2015 die Region erschütterte, begann Gham Power damit, die von der Versorgung abgeschnittenen Familien und Dörfer mit Photovoltaik-Anlagen auszustatten. "Die Menschen waren aus den Dörfern vertrieben, lebten in Zelten und Notunterkünften." so Sandeep Giri. Als Gham Power die Materialien ausgingen, sammelten sie übrigens mit der Kampagne "Rebuilt-with-sun" 113.000 US-Dollar, damit neue Anlagen gebaut werden konnten. 

Cynthia Koeanig
Cynthia Koeanig

Cynthia Koenig, CEO und Gründerin von WELLO WATER

Wassertransport in Regionen der Wasserknappheit

Wello transportiert sauberes Wasser. CEO Koenig entwickelte dazu ein innovatives Geschäftsmodell, das den Menschen ermöglicht, über das "WaterWheel" - ein neuartiger Wassertransporter - Wasser in entlegende Regionen zu bringen. Die Einwohner einer betroffenen Region können sich dieses WaterWheel anschaffen und dann mit dem Wassertranport ihren Lebensunterhalt verdienen. "In unseren ersten drei Monaten haben wir über 1500 WaterWheels in Indien, Pakistan und Zambia (Afrika) verkauft und damit mehr als 10,000 Menschen mit Wasser versorgt." so Koenig.

Denes Honus
Denes Honus

Denes Honus, Mitgründer von GREENCITY SOLUTIONS

Ein "Stadtbaum" erledigt die Arbeit von 20 Bäumen und senkt die Luftverschmutzung in Städten.

90% aller Stadtbewohner atmen schlechte Luft. 8 Millionen Todesfälle jährlich aufgrund von Luftverschmutzung.1,6 Billiarden Dollar an wirtschaftlichem Schaden. Hier setzt GreenCity Solutions an: Mit dem "CityTree", ein sich selbst versorgendes System mit über 1600 Pflanzen auf 2 Flächen a 2 Quadratmetern, können jährlich 30 kg Kohlendioxid und 37 Gramm Feinstaub eingespart werden und die nahe Umgebung um bis zu 15°C gekühlt werden. Die Bewässerung funktioniert automatisch, der innenliegende Tank versorgt mithilfe von Solarzellen die Pflanzen mit Wasser. „Der CityTree schont nicht nur Umwelt und Klima, sondern verbessert sie sogar noch. Es handelt sich um eine Werbewand beispielsweise aus hochwertigem Holz, an der besonders klimafreundliche und zumeist grünblättrige Pflanzen gestapelt befestigt werden.“ so Honus. 


Quang Truong
Quang Truong

Quang Truong, COO & Mitgründer von EVAPTAINERS

Kühlschränke ohne Elektrizität

45% der in Afrika produzierten Produkte verderben, bevor sie den Verbraucher erreichen. Evapatainers produziert Energiefreie Kühlsysteme, die mit Verdunstungs-Kühlung arbeiten. "Anders als andere alternative Kühlung brauchen wir keinerlei Energie. Wir sind so leicht und günstig, dass wir eine Lösung für ein Kühlsystem in Bevölkerungen bringen können, die nie Anschluss an die Elektrizität hatten.", so Truong. Die Evaptainer arbeiten ausschließlich mit Wasser und Sonne. 



Zweifelt noch jemand an dem Einfluss, den Startups und digitale Geschäftsmodelle auf unsere gesamte Gesellschaft haben können? Ich bin jederzeit diskussionsbereit. 

Fehlt nur noch der Soundtrack zum Artikel:



 

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Quelle: Eigene Recherchen. Hierbei wurde u.a. auf Daten des Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) zurückgegriffen.
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