von Cristin Liekfeldt

Von der Meldeanlage zum Smart Home Schutzsystem: Alarmtab und die Sicherheitstechnik

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Von der Meldeanlage zum Smart Home Schutzsystem: Alarmtab und die Sicherheitstechnik

Alarmtab ist eine neue Technologie im Bereich Sicherheitstechnik. Wir haben Gründer Klaus Gehrmann nach der Entwicklung der Sicherheitstechnik und Anforderungen im Markt gefragt. Ein Einblick in 160 Jahre Einbrecherjagd.

Cristin Liekfeldt: Lieber Herr Gehrmann, als Gründer und Geschäftsführer der AMG Sicherheitstechnik und der Alarmtab UG kennen Sie sich mit Sicherheitstechnik aus. Nehmen Sie uns doch einmal mit: Wie hat sich die Technologie zum Schutz von Eigenheim und privatem Eigentum in den letzten Jahren verändert?

Klaus Gehrmann: Die Entwicklung der Alarmanlage begann in den 1850er Jahren in Amerika. Ein Erfinder namens Augustus Pope entwickelte eine Anlage, bei der an einem Ende eines Kabels ein Sensor auf ein Ereignis reagiert und an einem anderen Ende eine Klingel läutet. Die erste Alarmanlage wurde dann in New York auf Basis der Telefonleitungen entwickelt. Gleichzeitig etablierten sich in den USA Wachschutzfirmen, die sich dementsprechend um das Klingeln kümmerten. Es dauerte rund 120 Jahre, bis sich aus den kabelgebundenen Systemen um 1970 Systeme entwickelten, die auf Funk basierten.

Von den ersten funkbasierten Einbruchmeldesystemen dauerte es wiederum 30 Jahre, bis man preiswerte Systeme mit Meldung über Festnetztelefonleitung kaufen konnte.

Noch mal 10 Jahre später, etwa 2010, wurden dann zusätzlich zur Festnetzleitung auch verstärkt GSM Funkverbindungen für die Alarmmeldung eingesetzt.

Nur fünf Jahre später, und jetzt sind wir im Jahr 2015 angekommen, begann der Trend hin zu vernetzter Technik mittels WLAN und Internet.

Rückblickend kann man also festhalten, dass sich die Einbruchmeldeanlage in 160 Jahren eigentlich kaum weiterentwickelt hat. 2011 gab es das erste Tablet PC, das Apple iPad. Dieses bot viele Möglichkeiten - integrierte Kamera, integrierte Netzverbindung, GPS, Softwarebasis – das musste doch für die Sicherheitstechnik verwendbar sein, dachten wir.

Ich bin dann nach Asien zu den Herstellern von Produkten auf Basis von Bluetooth und WLAN geflogen und habe meine Idee vorgestellt. Die sagten, dass das nicht funktionieren könnte. Ich stand vor der Wahl: Glaubte ich an meine Vision, die analoge Sicherheitstechnik ins digitale Zeitalter zu überführen oder der Einschätzung der „Experten“?

2015 kam der Durchbruch für die neue Bluetosec Funk-Technologie und so haben wir uns selbst von einem Produkt-Verbesserer zum Produkt-Neuentwickler und Trendsetter weiterentwickelt.


Cristin Liekfeldt: Früher haben die Menschen Mauern, Zäune und gewichtige Schlösser gebaut um ihr Zuhause zu schützen. Welche Ansprüche haben Kunden Ihrer Erfahrung nach heute an Sicherheitssysteme?

Klaus Gehrmann: Die Ansprüche der Menschen wachsen mit den technischen Möglichkeiten. Das Problem bei heutigen Alarmanlagen ist aber seit Beginn der Grundgedanke. Bei Einbruchmeldesystemen funktioniert es ja so: Ein Eindringen wird erkannt und die Anlage meldet per Anruf oder Email, dass ins Haus eingebrochen wird. Die Information bekommt z.B. der Hausbesitzer, der in Italien am Strand sitzt. Der ruft dann die Polizei, die machen sich auf den Weg und sind 10 bis 15 Minuten später am Haus. Dann ist der Täter längst weg. Oder der Wachdienst bekommt den Anruf, fährt zum Haus, läuft einmal ums Gelände und muss dann bei der Feststellung von Einbruchspuren die Polizei rufen, weil er selbst nichts tun darf. Dieser „Wettlauf“ zwischen dem Einbrecher und dem Besitzer ist nicht sinnvoll, in den meisten Fällen ist der Täter mit der Beute weg. Daher ist der Spruch“ Kaufe eine Alarmanlage und schütze dein Heim“ auch unrealistisch, denn es wird de facto nichts geschützt, sondern nur gemeldet.

Wir müssen das Schutz-Prinzip auf einen aktuellen Stand bringen. Mit modernen Technologien kann das gelingen, denn die Technik ist bereits vor Ort, wenn der Täter kommt. Nur den Täter zu melden ist einfach zu wenig, intelligente Technik muss Einfluss auf den Tatablauf nehmen und den Täter psychologisch so unter Druck setzen, dass er bei minimalem Schaden schnellstmöglich verschwindet. Intelligente Smart Home Steuerungen können dabei helfen, so fährt etwa eine Jalousie herunter oder das Licht wird eingeschaltet, sobald ein Sensor ausgelöst wird. Es gibt viele Schutzmechanismen mit denen sich das intelligente Haus selbst schützen kann.

Für Kunden müssen heute drei Voraussetzungen gegeben sein: Erstens eine einfache Bedienbarkeit, zweitens ein intelligenter Alarmablauf und drittens ein günstiger Preis.


Cristin Liekfeldt: Alarmtab arbeitet mit einer neuen Funktechnologie, der „Bluetosec“-Technologie. Was genau ist die Neuheit hier? Was sind Stärken und Schwächen der Technologie?

Klaus Gehrmann: Die meisten Smart Home Anlagen nutzen den heimischen WLAN-Router um darüber auf eine App zur Steuerung zuzugreifen. Zusätzlich muss bei vielen Smart Home Systemen eine Art Zwischenzentrale vorgeschaltet werden, über die dann die Funksignale versendet werden. Diese Technologie ist für den Bereich der Sicherheitstechnik aber nicht sicher genug. Fällt der Strom oder das WLAN Signal aus, sind alle Geräte tot. Nicht so bei Alarmtab, denn die Endgeräte kommunizieren direkt mit der Zentrale. Über Bluetooth, den Weltfunkstandard. Bluetosec ist ein Akronym aus Bluetooth, da wir auf dieser Technologie aufbauen, und Security, weil wir die Technologie für die Bedürfnisse der Sicherheitstechnik weiterentwickelt haben.

Die meisten Menschen nutzen Bluetooth um kleinere Datenmengen oder Musik-Dateien abzuspielen. Für den Bereich der Sicherheitstechnik sind aber andere Voraussetzungen notwendig: hohe Funkreichweite, Batteriebetrieb über viele Monate und eine zwei-Wege-Kommunikation.

Dafür mussten wir zunächst die Hardware und parallel dazu die geeignete Software entwickeln, die speziell für die Nutzung im Bereich der Sicherheitstechniken Anwendung findet. In der Praxis bedeutet das, dass der Kunde in seiner Zentrale alle wichtigen Informationen wie Montageort des Sensors, Sensorname, Sensornummer und den Grund der Auslösung eingibt. Diese Informationen werden dann von der Zentrale in einen verschlüsselten Code umgesetzt und per Funksignal im Sensor eingespeichert. Löst der Sensor dann aus, werden die codierten Informationen zur Zentrale gesendet und diese weiß genau, was anschließend zu tun ist. 

Dieses Vorgehen bietet dem Kunden völlig neue Möglichkeiten für seine Anlagen, es gibt keine der sonst bei Sicherheitstechnik üblichen Beschränkungen mehr. Wenn er später mal eine Funktion nicht mehr benötigt, kann er den Sensor ganz einfach für neue Einsatzzwecke umprogrammieren. Dass Bluetooth LE der Weltfunkstandard ist, hat weitere Vorteile: Diese Funktechnologie darf weltweit ohne Einschränkungen eingesetzt werden und ist mit über 33.000 Verbandsmitgliedern die aktivste Entwicklungsorganisation weltweit. Das bietet dem Anwender die Sicherheit, dass seine Anlage auch in Zukunft genutzt werden kann.

Dazu muss man wissen, dass jeder Anbieter im Smart Home Bereich sein eigenes Süppchen kocht. Das gilt auch für die Verbindungen: Die Smart Home Funkverbindung Zigbee hat zum Beispiel 230 Mitglieder weltweit, die diese Verbindung weiterentwickeln. Bluetooth hat 33.000 Mitglieder. Außerdem kommt die erhöhte Reichweite dazu. Die anderen Verbindungen haben Reichweiten von 30m oder 40m. Bluetooth 4.0 hat 50 m Reichweite und der neue Bluetooth 5.0 Standard vervierfacht diese Reichweite noch einmal.

Zu den Schwächen fällt mir ehrlich gesagt eine Antwort etwas schwer. Ein Nachteil könnte sein, dass wir unserer Zeit eventuell um ein paar Jahre voraus sind. In der Vergangenheit gab es Unternehmen die daran gescheitert sind, wenn ihre Idee zu innovativ für die Kunden war. Deshalb ist die oberste Priorität erst einmal, den Kunden das Produkt verständlich zu erklären und da bin ich sehr zuversichtlich. Gute Entwicklungen haben sich bisher immer durchgesetzt.


Cristin Liekfeldt: Im Bereich Smart Home werden nicht nur Heizungsanlagen, Waschmaschinen und Lichtanlagen per Smartphone aus der Ferne gesteuert. Wer möchte, kann man schon heute mit dem Smartphone die Haustür auf- und abschließen. Digitalaffine Einbrecher müssen dadurch gar nicht mehr mechanisch in ein Haus einbrechen. Sehen Sie das eher positiv (weil schwerer für den Einbrecher) oder negativ (weil vielleicht weniger Spuren hinterlassen werden)?

Klaus Gehrmann: Eine Haustüre rein elektronisch zu öffnen sehe ich negativ. Denn in dem Moment, in dem die typischen Einbruchsspuren nicht mehr zu erkennen sind, verliert der Kunde seinen Versicherungsschutz. Und dann fängt sein Problem erst an: Er bleibt auf dem Schaden sitzen und sucht sich eine neue Versicherung. Diese fragt dann, ob es bereits Vorfälle gab und der Kunde sagt ja. Bei der Frage, ob diese anerkannt wurden, sagt er dann wahrheitsgemäß nein und schon gilt er als nicht mehr vertrauenswürdig. 

Auch Einbrecher entwickeln sich weiter und wenn sie heute bereits Autos mit dem Laptop knacken können, dann können sie auch in elektronisch verschlossene Türen einbrechen. Deshalb ist die Verbindung von einem mechanischen und einem elektronischen System meiner Meinung nach notwendig. Nicht jeder Trend ist ein guter Trend. Ein Kunde fragte mich neulich, ob er seine Smart Home Anlage auch durch Google Home oder Alexa steuern kann. Natürlich habe ich mit ja geantwortet, aber ihn auch gefragt ob er das wirklich möchte, dass dann auf einem Server in den USA gespeichert ist, wann er zu Hause ist und mit welchem Befehl seine Sicherheitsanlage gesteuert wird.


Cristin Liekfeldt: Die Technologie ändert sich sehr schnell. Mit dem Mooreschen Gesetz ist die exponentielle und rasante Entwicklung der Technik durch Computer zu beschrieben. Wie können Technologie-Unternehmen sich darauf einstellen?

Klaus Gehrmann: Man sieht ja an meinen ersten Informationen, dass das Gesetz auch im Bereich der Sicherheitstechnik greift. Das wird auch weiterhin so sein. Stillstand ist Rückstand. Die Selbstgefälligkeit der wichtigsten Marktteilnehmer ist dabei das größte Problem. Wer keine Innovationen entwickelt und auch nicht den unbedingten Willen hat, diese Innovationen auf den Markt zu bringen, wird vom Markt verschwinden. Man muss sich auf die Kundenbedürfnisse fokussieren und Lösungen anbieten, die auf Techniken setzen, die es auch in Zukunft noch geben wird. Wir sind eine der innovativsten Firmen in Deutschland und für mich ist klar, dass Ideen die Welt bewegen. Ideen bringen die Zukunft. Der Rest ist Geschichte.


Cristin Liekfeldt: Wie geht es in Zukunft für Alarmtab weiter?

Klaus Gehrmann: Momentan haben wir die Situation, dass Sicherheitstechnik-Kunden fünf oder sechs Sensoren brauchen, um einen Raum zu schützen, zum Beispiel Fenster- und Türsensoren, Glasbruchmelder, Bewegungsmelder, Rauchmelder und Temperatursensoren. Das führt zu einem hohen Montage- und Wartungsaufwand, denn die Sensoren müssen einzeln überprüft und montiert werden. Außerdem kosten diese Sensoren den Kunden zwischen 250 und 500 Euro pro Raum. Unsere aktuell laufende Entwicklung verbindet gerade die Technologie aller Sensoren in einen einzigen Sensor. Damit zahlt der Kunde nur noch 150 Euro, zusätzlich spart er sich die Montage und Wartungsarbeit. In Zukunft kann man mit einem Sensor einen ganzen Raum in Bezug auf alle gängigen Gefahren überwachen, und da sich der Sensor selbst überwacht, entfällt auch die manuelle Wartung. In diesem neuen Sensor setzen wir bereits Bluetosec 5.0 ein, sodass auch die sonst übliche Funk-Reichweiten-Problematik entfällt. Der Kunde platziert den Sensor, zum Beispiel auf einem Fenster und schon wird der gesamte Raum auf alle gängigen Gefahren überwacht. 

Die Kombination von vielfältiger Überwachung, sicherer digitaler Signalübermittlung, freier Programmierbarkeit über die Zentrale, Anbindung an Smart Home Steuerung, geringem Montageaufwand und günstigem Preis wird in unserer Branche ein Beben auslösen. Das verstehe ich unter Innovation und darauf freue ich mich bereits. Parallel zur laufenden Entwicklung geht es jetzt verstärkt um den Aufbau eines weltweiten Vertriebes, denn egal wie gut ein Produkt ist, es muss den Weg zum Kunden finden.

Cristin Liekfeldt: Vielen Dank für das Interview, Herr Gehrmann. 


English Version below

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From Alarm System to Smart Home Security System: Alarmtab and Security Technology

Alarmtab is a new technology in the field of security technology. We asked founder Klaus Gehrmann about the development of safety technology and market requirements. An insight into 160 years of burglar hunting.

Cristin Liekfeldt: Dear Mr. Gehrmann, as the founder and managing director of AMG Sicherheitstechnology and Alarmtab UG you’re an expert in security technology. Help us out here: How has technology for homes and private property changed over the last years?

Klaus Gehrmann: The development of alarm systems started in America in the 1850s. The inventor Augustus Pope developed a system in which a sensor at one end of a cable reacts to an event and causes a bell at the other end to ring. The first alarm system was developed based on telephone wires in New York. At the same time, security companies established themselves in the USA and took care of the ringing accordingly. It took around 120 years for the wire-based systems to become radio technology-based systems in the 1970s.

It took another 30 years from the introduction of the first wireless intruder alarm systems until affordable systems with notification connected to landlines were on the market.

Another 10 years later, around 2010, GSM radio connections were increasingly used in addition to landlines to signal alarms.

Five years later, in 2015, saw the development of a trend toward integrated technology via WiFi and Internet.

Looking back, one can see that intruder alarm systems barely changed for 160 years. The first tablet, Apple’s iPad, arrived in 2011. It offered a lot of potential: integrated camera, integrated network connection, GPS, software foundation. We figured it could be used for security technology.

I flew to Asia to present my idea to manufacturers of products based on Bluetooth and WiFi. They said that it wouldn’t work. I had the choice: Did I believe in my vision of bringing analog security technology into the digital age or the opinion of “experts”?

In 2015, we had the break-through for Bluetosec radio technology and so we shifted gears from improving products to developing new products and setting standards.

Cristin Liekfeldt: People used to build walls, fences, and heavy-duty locks to protect their homes. In your experience, what are the customer’s demands for security systems today?

Klaus Gehrmann: People’s demands increase along with technological possibilities. The problem with current alarm systems, however, is the underlying idea. Intruder alert systems work like this: The intrusion is detected and the system notifies that the home has been broken into via phone or email. The home owner receives the information while sitting at the beach in Italy for example. He or she calls the police; they make their way over and arrive at the home 10-15 minutes later. The culprit is long gone. Or the security guard receives the call, drives to the house, walks around the perimeters and, if there is evidence for a break-in, has to call the police because he cannot take action. This “race” between the intruder and owner is useless; in most cases, the thief has left with his loot. For this reason it’s unrealistic to say “buy an alarm system to protect your home,” because it doesn’t protect anything, it only reports.

We must update our approach to protection. This can be achieved with modern technology because the equipment is already on site when the perpetrator arrives. To report only the offender is simply not enough. Intelligent technology has to influence the course of events and put the offender under psychological pressure in such a way that he disappears as quickly as possible with minimal damage. Intelligent Smart Home controllers can help here: For example, blinds shut down or the light is switched on as soon as a sensor is triggered. There are many protective mechanisms with which the intelligent house can protect itself.

Customers today have three primary conditions: Easy usability, intelligent alarm procedure, and affordability.

Cristin Liekfeldt: Alarmtab uses a new wireless technology called Bluetosec. What is new about it? What are its strengths and weaknesses?

Klaus Gehrmann: Most smart home systems use the home’s WiFi router to access a controlling app. Furthermore, many smart home systems require a form of intermediate control center, which is used to transmit the radio signals. However, this technology is not safe enough for the field of security technology. If the WiFi signal fails, none of the devices work. This is not the case for Alarmtab, because its terminals communicate directly with the control center via Bluetooth, the radio standard worldwide. Bluetosec is an acronym of “Bluetooth,” because it is based on this technology, and of “security,” because we advanced the technology to meet security standards.

Most people use Bluetooth to use smaller amounts of data or to play music. However, security technology has other prerequisites: high radio range, battery operation for many months, and two-way communication.

To achieve this, we had to simultaneously develop both the hardware and the appropriate software, which is used specifically for use in the field of security technology. This means that the customer enters all important information such as installation location of the sensor, sensor name, sensor number, and the reason for activation in the central unit. The control center then converts this information into an encrypted code and stored in the sensor via radio signal. When the sensor is triggered, the coded information is sent to the central unit, which knows exactly how to proceed.

This process offers the customer completely new possibilities for his or her systems; the restrictions otherwise common to safety technology are no longer present. When the customer no longer needs a certain function, he or she can easily reprogram the sensor for new purposes. The fact that Bluetooth LE is the world radio standard has more advantages: This wireless technology can be used worldwide without restrictions and is the most active development organization in the world with more than 33,000 members. This provides the user with the certainty that his or her system will maintain its usability in future.

It is important to know that every provider in the smart home sector is doing its own thing. This also applies to the connections: The Zigbee smart home wireless connection, for example, has 230 members worldwide who continue to develop this connection. Bluetooth has 33,000 members. Add to this a greater range. The other connections have ranges of 30m or 40m. Bluetooth 4.0 has a range of 50 m and the new Bluetooth 5.0 standard quadruples this range.

To be honest, I find it difficult to answer the weaknesses. A disadvantage could be that we may be a few years ahead of our time. In the past, there were companies that failed because their idea was too innovative for the customers. That's why the top priority is to explain the product to customers in an understandable way and I'm very confident about that. So far, good developments have always prevailed.

Cristin Liekfeldt: Smart homes control not only heaters, washing machines, and light fixtures via smartphone. You can even lock and unlock the front door with a smartphone. Tech savvy intruders no longer have to break into homes manually. Do you see this more positively (because it is more difficult for the burglar) or negatively (because fewer traces are left behind)?

Klaus Gehrmann: I consider opening a front door electronically negatively. The customer loses his insurance coverage as soon as typical signs of burglary are no longer visible. And that’s just the start of the problem: He is stuck with the damage and looks for a new insurance company. The company asks whether there have already been incidents and the customer says yes. When asked whether these were recognized, the customer truthfully has to say no and is no longer trustworthy.

Burglars are also learning, and if they are already able to break into cars with their laptops, they can break into electronically locked doors. That is why I think it is necessary to combine a mechanical and an electronic system. Not every trend is a good one. A customer recently asked me if he could control his smart home system through Google Home or Alexa. Of course, I answered yes, but I also asked him if he really wanted the information of when he is at home and with which command his security system is controlled to be stored on a server in the USA.

Cristin Liekfeldt: Technology evolves quickly. Moore’s law describes the exponential and rapid development of technology through computers. How can technology companies adapt to this?

Klaus Gehrmann: As my previous answers indicate, that law also applies to the field of security technology and will continue to do so. Standing still means lagging behind. The biggest problem is the complacency of the most important market players. Those who do not develop innovations and have no desire to bring them to the market will disappear from the market. It is necessary to focus on the customer’s needs and offer solutions that rely on technologies that will continue to exist in the future. We are one of the most innovative companies in Germany and I believe that ideas drive the world forward. Ideas create the future. The rest is history.

Cristin Liekfeldt: What is the future of Alarmtab?

Klaus Gehrmann: Currently, customers of security technology need five or six sensors to protect a room: window and door sensors, glass breakage detectors, motion detectors, smoke detectors, and temperature sensors. This requires high assembly and maintenance effort because the sensors have to be checked and mounted individually. Additionally, these sensors cost anywhere between €250-500 per room. Our development combines the technology of all sensors into one single sensor. This means that the customer only has to pay €150 and saves in terms of installation and maintenance effort. In the future, one sensor will be able to monitor an entire room with regard to all common hazards and, since the sensor monitors itself, manual maintenance is no longer necessary. We are already using Bluetosec 5.0 for this new sensor, which eliminates the usual problem of radio range. The customer places the sensor on a window, for example, and the entire room is monitored for all common dangers.

The combination of versatile monitoring, secure digital signal transmission, free programmability via the central unit, connection to smart home control, low installation effort, and low price will cause a sensation in our industry. That is what I consider to be innovation and I am already looking forward to it. Parallel to ongoing development, we are now focusing increasingly on establishing a worldwide sales force, because no matter how good a product is, it must find its way to the customer.

Cristin Liekfeldt: Thank you for the interview, Mr. Gehrmann


 

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